Südschweden (07.06.2008 - 20.06.2008)

Dieses Mal gibt es die Reisestatistik vorab: Wir fuhren in Südschweden 3413 km. Für An- und Abreise kamen nochmals 1277 km dazu, macht 4690 km. Im Schnitt fuhren wir 335 km pro Tag. Dafür benötigten wir 331 l Benzin und zahlten umgerechnet ca. 510,00 €. Insgesamt haben wir 634 Leuchtfeuer fotografiert, also im Schnitt 49 pro Tag. Für die Unterkünfte zahlten wir im Schnitt 61,00 €. Für Abendessen mussten wir durchschnittlich 27,00 € berappen. Zwischenmahlzeiten, Supermarkteinkäufe und literweise Kaffee nicht mitgezählt.

Samstag, 07.06.08 Duisburg bis Travemünde/Malmö 490 km 21 Leuchtfeuer Schöne geräumige Kabinen auf der Nordö-Link-Fähre Um 8:15 ging es auf große Fahrt nach Schweden. Zuerst war es angenehm kühl bei 17°, doch schon nach einer Stunde kam die Sonne raus und es wurde warm. Bis Hamburg kamen wir eigentlich gut durch den Verkehr, doch am Maschener Kreuz waren 10 km Stau angesagt. Wir ließen den Stau vom Navi, genannt Else, umfahren und lernten so ein bisschen was von Hamburg kennen. Feuern an der Trave mit Torwächter Um 13:30 waren wir am 1. Feuer in Lübeck. Alex wanderte an der Trave entlang. Ich wurde neben einem slowakischen Trucker geparkt und konnte ihm bei Essen kochen zusehen. Nach einer Stunde war Alex zurück und hatte alle gelben Trave-Feuer fotografiert. Nun fuhren wir nach Travemünde. Nicht um die Fähre zu besteigen, sondern die fehlenden Feuer zu knipsen. Auf dem Weg dorthin kamen wir am Restaurant Syrtaki vorbei, in dem wir abends mit Freunden essen wollten. Alex parkte mich im Wald und radelte die Feuer ab. Nach einer Stunde kam er erschöpft zurück, mit gefühlten 40 Fliegen im Mund. Man soll halt beim Radeln nicht lächeln! Es war erst 15:30, aber wir machten uns trotzdem schon mal auf zum Syrtaki. Unterwegs merkten wir ein quietschendes Geräusch am Auto. Wir suchten eine Tankstelle mit Werkstatt, aber die hatten alle Samstagnachmittag zu. Das Quietschen hörte zum Glück alleine auf. Um 17:00 trafen wir uns mit Freunden und konnten in Ruhe essen, denn wir mussten erst um 20:00 auf der Fähre einchecken (Tel: 04502805-24). Auf dem Skandinavien-Kai stand eine riesige Warteschlange. Zum Glück war die Schlange für die Fähre nach Helsinki. Unsere Schlange war kurz denn es wollen nicht so viele PKW auf einer Trucker-Fähre mitfahren. Ich weiß gar nicht warum? Es gibt eigentlich nichts Besseres. Mit einem Follow-me-Wagen wurden die paar PKW zum Schiff begleitet. Das Ober- und Unterdeck war voll mit Trucks. Wir fuhren übrigens mit Nordö Link auf der Fähre Europalink. Die Überfahrt kostete 170 € mit Kabine. Und was für eine Kabine! Außenkabine war klar, aber wir hatten ein großes Fenster nach vorne raus und ein Doppelbett. Viel Platz war auch in der Kabine. Wir inspizierten das Schiff um gute Plätze zum Fotografieren zu finden. Um 22:00 lief das Schiff aus. Wir hatten einen herrlichen Abendhimmel und genossen die Leuchtfeuer der Ausfahrt.

Sonntag, 08.06.08 Malmö - Helsingborg - Malmö 167 km 100 LF Oberdeck-Puzzel mit Trailern. Die Entladung ist sehr spannend zu beobachten Die Nacht war erstaunlich ruhig. Nur das Summen der Klimaanlage war zu hören. Aber richtig schlafen konnte ich trotzdem nicht. Ich hatte wahrscheinlich Angst das 1. Feuer zu verschlafen. Um 4:30 schellte der Wecker. Durch unser Fenster nach vorne konnten wir sehen dass das Leuchtfeuer noch vor uns war. Fantastischer Sonnenaufgang kurz vor der Öresundbrücke Mit kostenlosem Kaffee genossen wir den Sonnenaufgang und die Feuer. Als die Sonne hoch am Himmel stand erreichten wir den befeuerten Windpark und die Öresundbrücke. Ein herrlicher Anblick. Pünktlich um 7:00 legte die Fähre in Malmö an. Die LKWs auf der unteren Etage verließ problemlos das Schiff. Auf dem oberen Deck, in der mittleren Spur, schön weit hinten, sprang ein Truck nicht an, oder genauer gesagt, er konnte kein Bremsdruck aufbauen. Nun ging nichts mehr! Die anderen LKWs kamen nicht raus und die PKW standen noch hinter den Trucks. Das neue Wahrzeichen von Malmö, das gedrehte Bürohochhaus Um 8:40 waren Zugmaschine und Hänger von Deck gezogen und auch wir konnten von Bord. Nun fuhren wir zum 60 km entfernten Helsingborg und fingen unsere Feuerei an. Wir konnten alles ruhig angehen lassen, denn vom Schiff aus hatten wir bereits 48 Feuer fotografiert. Damit war das Tagessoll erfüllt. Nun hieß es: Vorarbeiten für schlechte Tage. Bei herrlichem Wetter schossen wir die 29 Feuer in Helsingborg und fuhren danach zum kleinen Örtchen Alabordana. Hier war es richtig schön, allerdings war der Strand auch dementsprechend voll. Das nächste Kabel-Feuer lag in einem Naturreservat, in das man eigentlich nicht mit dem Auto fahren durfte. Eigentlich…. Am Campingplatz von Borstahusen war unser nächstes Feuer. Das hatten wir uns bei Google-Earth schon mal angesehen. Landskrona ist eine schöne Stadt, mit alten, restaurierten Häusern, schönen Parkanlagen, einer Festung und natürlich einem Hafen. Auch das große M war vertreten. Wir hatten zwar im Hafen von Borstahusen Kaffee getrunken, aber der war bitter. Der Cafe Latte von McDonald's ist doch der Beste. Um 14:00 hatten wir schon 89 Feuer. Nun hatten wir 35 km Autobahn bis Malmö vor uns. Dort waren nur noch industrielle Feuer. Die anderen hatten wir vom Schiff aus gesehen. Die Industriellen waren schlecht zu kriegen. Dafür sahen wir viele Wildgänse mit Nachwuchs. Die letzten zwei Feuer in Malmö waren in dem schicken neuen Stadtteil, in dem auch der 55 Etagen hohe Wohnturm steht, der das Wahrzeichen von Malmö ist. Hier kauften wir uns ein Eis und genossen das Treiben auf der Promenade. Um 16:00 fuhren wir zu unserem vorgebuchten Ibis-Hotel (Stadiongatan 21), das in der Nähe des Stadions lag (500 SEK). Um 19:00 machten wir uns zum Essen auf. Wir fanden das Restaurant Mascot (Möllevangstorget 6, Tel: 040-124797), genossen Essen und Public Viewing. Wir hatten EM. Zum Spiel Deutschland- Polen waren wir wieder im Hotel und schliefen nach dem Match selig ein.

Montag, 09.06.08 Limhamn - Ystad 214 km, 59 LF Der Tag begann mit einem Luftfahrtfeuer! Die sind immer blöd, weil die Koordinaten und Beschreibungen des Objekts meist nicht stimmen. So auch in unserem Fall. Es sollte ein Mast sein, dessen Feuer 103 m über dem Meer sehr schnell in weiß blinken sollte. Was fanden wir in der Nähe der Koordinate: Einen Kamin, der geschätzt so hoch war und der rote Festfeuer hatte. Alex bei der Arbeit, bei tollem Wetter Über Limhamn ging es weiter nach Klagshamn. Hier waren 8 Feuer auf einem Quadratkilometer per Rad zu kriegen. Wir fuhren auf die "Nase" von Skane. Das ist die Halbinsel Falsterbonäset, die in der Region Skane liegt. Die Nase ist durch einen Kanal vom Festland getrennt. Dieser Falsterbo-Kanal ist natürlich auch befeuert. Direkt hinter der Kanalbrücke ist das "Kanal-Kiosken" (Tel: 040-450221). Hier gibt es leckeren Cafe Latte. Um das Feuer Höllreved anzufahren, mussten wir ans nördliche Ende von Falsterbonäset. Hier gab's außer Schotterwegen und Weiden nix mehr. Warnschild auf dem Golfplatz - Auch ohne Swedischkentnisse verständlich Skanör liegt auch auf der Halbinsel und ist ein netter Ort mit kleinen gedrungenen Häusern, deren Eingänge mit Rosenstöcken verziert sind. Die Straßen sind mit niedrigen Platanen gesäumt. Richtig schön hier. Weiter zum Ort Falsterbo. Hier steht der alte Leuchtturm von 1795 direkt auf einem Golfplatz. Wir haben aber keinen Ball abgekriegt als wir illegalerweise über den Platz fuhren. Auch wurde Alex nicht erschossen, als er ein Feuer auf einem militärischen Schießgebiet fotografiert hat. Auf dem Rückweg hielten wir nochmals am Kanal-Kiosken und aßen einen Hamburger. Der Imbiss ist sehr zu empfehlen. Zurück auf dem Festland feuerten wir das Ostsee-Kabel-Feuer und fuhren weiter nach Trelleborg, ein großer Fährhafen. Von hier gehen die Schiffe nach Travemünde, Swinemünde, Sassnitz und Rostock. Wir folgten der Landstraße 9 Richtung Ystad. In Smygehamn stiegen Blasen aus dem Hafenbecken hervor. Auf dem Wasser schwammen einen Art Kuhfladen. Wahrscheinlich handelte es sich um Algen. Aber die Fische und Krebschen schien das Geblubber und der Gestank nicht zu stören. Nächstes Ziel war Abbekas, 15 km weiter die A9 entlang, immer in Wassernähe. Alte Bunkeranlagen säumen hier die Küste. Das Wetter war übrigens hervorragend; 25°, Sonne mit Wind. Unsere kleine Unterkunft in Svarte Ab Abbekas fingen wir mit der Zimmersuche an und prompt war keine Unterkunft mehr zu sehen. Als wir in Ystad ankamen feuerten wir erstmal weiter und kauften ein Ticket für die Schnellfähre nach Bornholm. Dort wollten wir morgen feuern. Wir verließen Ystad in östlicher Richtung und fanden einen Campingplatz mit Stugor (Mehrzahl von Stuga = Hütte), aber da war nach 18:00 keiner mehr. Also zurück nach Ystad. Wir klapperten alle Hotels ab, aber die waren viel zu teuer. Der Hammer war ein Hotelzimmer, so klein, dass man keinen Koffer ausklappen konnte und dafür wollten die 700 SEK haben, also 77€. Allerdings ist die Altstadt von Ystad sehr, sehr schön. Wallander lässt grüßen. Wir verließen die Stadt wieder Richtung Abbekas und fanden in Svarte ein Schild "Room". Der Room entpuppte sich als kleines Haus, direkt an der A9 (Hauptküstenstraße und weniger Verkehr als in manchen deutschen Dörfern) mit Garten, Wohnzimmer Schlafzimmer, Küche und Bad (bei Mats Lindell). Die Einrichtung ließ darauf schließen, dass Oma oder Opa hier mal gewohnt haben. Aber es war sauber und die Aussicht aufs Meer war herrlich. Das Ganze hatten wir für 600 SEK. Wir fuhren Richtung Trelleborg und fanden in einem Dorf eine Pizzeria (Helens Grill, Landsvägen 60, Skivarp). Wir machten Take away und aßen gemütlich mit Wein in "unserem" Garten.

Dienstag, 10.06.08 Ystad - Bornholm - Ystad 246 km, 57 LF Der alte Leuchtturm von Ystad Die Sonne weckte mich um 6:00. Es gab viel zu tun. Betten abziehen, packen und um 8:00 in Ystad an der Fähre sein. Der Katamaran Villum Clausen legte pünktlich um 8:30 ab (Auto+Insassen 121 EUR, 2 Schachteln Zigaretten zollfrei pro Person). Wir schwankten bei hohem Seegang übers Schiff. Um 9:40 erreichten wir Rönneby auf Bornholm. Hier sah es aus wie in Dänemark. Kein Wunder, Bornholm gehört ja auch zu Dänemark. Aber man sah hier mehr deutsche als dänische Autos. Die engen Gassen von Rønne in Bornholm Wir umrundeten die Insel in östliche Richtung. Nach einer Stunde hatten wir die Südküste fertig. Nach dem Leuchtturm von Dueodde fuhren wir nach Neksö, ein netter Fischereihafen. In Arsdale legten wir eine Eispause ein und beobachteten eine Katze, die sich nicht auf den Straßenschotter traute. Die kleinen Orte wie Svaneke sind sehr schön. Listed, das liegt an der Nordküste war unser nächstes Ziel. Die Nordküste ist hügeliger. Die Orte liegen teilweise unten am Meer, die Straße ist aber oben am Hügel. Gudhjem ist zwar ein netter Ort, aber überfüllt. Zig Reisebusse standen am Ortsrand. Zum Wetter: Sonne, aber es ging ein kalter Wind, fast Sturm. Über Tejn und Sandvig ging es zum Leuchtturm an der Nordspitze der Insel. Südlich davon ist die Burgruine Hammershus. Unterhalb der Burg gibt es einen kleinen Hafen namens Hammahavn. Hier klatschten die Wellen über die Mole. Das arme Leuchtfeuer wurde nass ;-)) Als wir die restlichen Feuer in Rönneby fertig hatten war es 15:45. Wir hatten in 6 Stunden 57 Feuer auf 155 km geschossen. Wir riefen unseren Vermieter in Svarte an und reservierten uns das kleine Häuschen für eine weitere Nacht. Die Fähre kam erst um 17:45. Wir hatten genug Zeit in Rönneby zu bummeln und zu shoppen. Die Überfahrt war holprig. Es war ganz schöner Seegang. Wir holten Else raus um zu sehen wie schnell der Katamaran ist: 74 km/h! Wir ließen den Abend mit Fußball ausklingen. (Schweden-Griechenland, leider 2:0 )

Mittwoch, 11.06.08 Kasberga - Sölvesborg 297 km, 35 Feuer Wir schliefen mal aus und starteten um 8:30 bei stürmischem Wetter. Die Sonne war zwar da, aber es waren nur 15°. Das erste Feuer war ein Luftfahrtfeuer (LFF). Es stand einsam auf einer Kuhwiese. Weiter nach Kaseberga. Hier in den Altdünen, das sind feste Dünen, die jetzt Weidehügel sind, gibt es Steinformationen aus alter Zeit. Sie sind wie Langschiffe angeordnet. Unsere Bleibe in Edenryd In Sandhammaren ist ein toller Strand mit Dünen. Hier soll ein Leuchtturm stehen. Er war schlecht zu finden weil er mitten im Wald stand. In Stillinge kauften wir uns Frühstück (Kaffee und Wienerbröd, das ist Blätterteig, gefüllt mit Pudding. Lecker) und aßen draußen im Sturm. Wir fuhren die Küste nordwärts rauf über Brantevik, Simrislund nach Simrishamn. Der Himmel hatte sich etwas zugezogen und in Simrishamn erwischte uns ein kurzer Schauer. Nun war der Leuchtturm Stenshuvud dran. Als wir feststellten, dass das Foto mit einer 1-stündigen Wanderung verbunden war, fuhren wir weiter. Das Bild hatte jemand schon für uns geknipst. Weiter nach Kivik. Hier soll es ein Hügelgrab geben. Wir sahen natürlich nur den Hafen. Die ganzen Orte an der Hanöbucht sind kleine Fischerdörfer ohne Rummel. Allerdings liegt mitten in der Bucht ein militärisches Schießgebiet. Die rote Flagge war oben, d. h. es wurde geschossen. Das hörte man auch. Wir haben das Feuer aber bekommen. 30 km im Landesinneren bei Hörby lag mal wieder ein LFF. Es war groß genug. Wir fanden es. An den Feuern der südlichen Seite von Ahus fand ein Seniorentreffen in den Dünen statt. Man hatte Grill, Tische und Stühle mitgebracht und feierte. Auf der nördlichen Seite von Ahus war wieder ein Schießgebiet. Es wurde geballert und ringsherum standen Ferienhäuser. Hier möchte ich auch keinen Urlaub machen. Wir arbeiteten uns Richtung Sölvesborg vor. Am ersten Ober- und Unterfeuer von Sölvesborg in Edenryd fanden wir ein B&B-Schild. Man vermietete eine schöne Stuga mit Blick auf die Bucht (600 SEK). Sogar alles für ein opulentes Frühstück wurde uns in den Kühlschrank gestellt. Alex fand einen Flyer für einen griechischen Schnellimbiss und fuhr in die Stadt um Gyros zu holen. Den Abend verbrachten wir gemütlich mit Fußball und Leuchtfeuer auf Laptop übertragen. Unsere tägliche Nacharbeit.

Donnerstag, 12.06.08 Sölvesborg - Karlshamn 138 km, 50 LF Unsere Stuga auf dem Campingplatz von Kollevik/Karlshamn Ich genoss die Sonne schon um 6:15 auf der Terrasse. Wer weiß, was noch an Wetter kommt. Wir frühstückten wie die Könige und starteten um 9:00. Die Feuer von Sölvesborg waren gut zu erreichen. Bereits um 10:00 hatten wir 15 Stück im Kasten. Nun umrundeten wir die Halbinsel Listerlande, südlich von Sölvesborg. Im Hafen von Hällevik gibt es einen Brunnen mit frischem kaltem Trinkwasser. Wir deckten uns direkt ein. Westlich von Karlshamn kamen endlich meine geliebten Schären. Bisher sah die Küste ja eher dänisch aus. Die industriellen Feuer von Karlshamn waren an der Reihe. In Vindhamn, direkt am Hafen ist ein Steinbruch, der viel tiefer ist als das Hafenbecken. Da aber ringsherum festes Gestein ist, läuft das Wasser nicht in den Steinbruch hinein. Um 17:15 hatten wir schon 45 Feuer aber es war keine Unterkunft in Sicht. Dank dem Reiseführer von Michael Müller fanden wir südlich von Karlshamn den Campingplatz Kollevik mit Stugor (Kolleviksvägen). Die Stuga war groß, mit Küchenzeile und Bad. Sie kostete 540 SEK. Nach dem obligatorischen Käffchen auf der Terrasse gingen wir zur Pizzeria am nächsten kleinen Hafen (Fiskhamnskrog, Saltsjöbadsvägen, Tel: 0454-39340). Abends hackten wir noch die LF in den PC und fielen um 21:30 müde ins Bett.

Freitag, 13.06.08 Karlshamn - Karlskrona 262 km, 37 LF Wir haben sehr gut geschlafen. Die Betten waren gut und es war sehr ruhig. Alex wachte zwar um 6:00 auf, weil eine Elster unter der Terrasse nach Essbarem suchte, aber er schlief schnell wieder ein. Um 8:15 waren wir am 1. Feuer an dem Hafen, wo wir am Vorabend gegessen hatten. Wir feuerten uns durch die Schärenküste Richtung Osten nach Rönneby. Die Gegend ist wieder traumhaft. An der Küste Schären, Felsen und Buchten, im Hinterland Wald und Felder. Wir hatten Sonne bei 17° und kaum Wind. Die Insel Hässlö wunderbar gelegen Tolle Strecken durch den Wald Heute standen mal wieder zwei LFF auf dem Programm. Dafür mussten wir 30 km ins Landesinnere. Auf dem Weg füllten wir in Rönneby unsere Bestände im Supermarkt auf. Die kleinen Küstenorte hatten keine Geschäfte. Wo kaufen die nur ein? In den Schären stehen immer einzelne Feuer. An der ganzen schärenlosen Südküste navigierte man mehr mit Ober- und Unterfeuer. Einzelne, auf bewaldeten Schären stehende Feuer sind natürlich schlechter zu finden als große Oberfeuer. Deshalb war die Ausbeute auch nicht so groß. Wir fuhren nach Haslö, eine Insel, die über Brücken mit dem Festland verbunden ist. Hier standen so viele Feuer rum, dass wir unser Tagesziel doch erreichten. Zurück auf dem Festland bei Nättraby sahen wir unser erstes Elch-Schild. Allerdings war kein Elch zu sehen. Da wir vor Karlskrona keine Unterkunft fanden, mussten wir doch in die Großstadt. Wir hatten uns aus unseren zahlreichen Unterlagen zwei Campingplätze und ein Motel rausgesucht. Der eine Campingplatz hatte nur Stugor ohne WC, der andere wollte für die Stuga 800 SEK haben. Zuschlag erhielt das Motel (Hotell Rosenbom, Rönnebyvägen 1). Es lag zwar an einer vielbefahrenen Straße, aber der Preis siegte: 545 SEK. Das Zimmer war groß, Parkplatz direkt vor der Tür. Wir machten es uns sofort vor der Tür mit Käffchen und geklauten Gartenstühlen gemütlich. Wir fuhren abends zum Chinesen nach Karlskrona rein (Östra Vittugsgatan 20). Hier gab's Buffet (129 SKK pP). Karlskrona hat viele Stadtteile die auf Inseln liegen. Dadurch wirkt die Großstadt eher dörflich.

Samstag, 14.06.08 Karlskrona - Ekenäs 232 km, 52 LF Die Inseln rund um Karlskrona sind mit Brücken verbunden, hier der Djupasund In Bergkvara schleicht sich eine Regenfront übers Wasser ran Wir schliefen wie die Steine. Alex wachte sogar vor mir auf. Die Sonne schien, alles war toll, bis wir feststellten, dass unser Auto einen Platten hat! Alex wechselte den Reifen schneller als ich die Koffer mit dreckiger und sauberer Wäsche gewechselt hatte. Um 9:00 waren wir auf der Piste. Im schärigen Umfeld von Karlskrona ging die Suche nach den Feuern weiter. Um 11:00 verließen wir das Stadtgebiet und fuhren auf die vorgelagerten Inseln Sturkö und Tjurkö. Traumhafte Landschaft. Von Herrgardsviken auf Tjurkö hat man einen tollen Ausblick auf Karlskrona. Nun zurück aufs Festland, um anschließend die nächste Halbinsel Torhamn zu befahren. An der Küste nordwärts liegt Kristianopel. Großer Name, kleines Dorf. Die Kirche ist im dänischen Stil erbaut und von 1624. Nun weiter nach Bergkvara. Der Himmel hatte sich zugezogen, aber es waren 19°. Hier in der Gegend gibt es viele Steinmauern, die Straßen und Felder begrenzen. Nur Betten gab es nicht. Wir folgten einem Bett-Hinweis-Schild und landeten in einem Luxusschuppen. Sah von außen gar nicht so aus, sollte aber 1600 SEK pro Nacht kosten! Wir feuerten weiter bis wir bei Lovesund weitere Betten-Hinweise fanden. Zuschlag bekam der Campingplatz mit Stuga (Kolbodabaden, Kolbodagatan 91, Ljungbyholm). 475 SEK für Stuga mit Bad, TV und Terrasse. Es waren zwei Etagenbetten im Zimmer, aber so konnten wir beide unten schlafen und keiner musste ohne Leiter nach oben krabbeln. Eigentlich wollten wir zum Essen ins 22 km entfernte Kalmar. Auf halben Weg in Ljungby fanden wir aber eine Pizzeria (Serok's Restaurang, Mörev.28). Pünktlich zum Spielbeginn der Griechen waren wir wieder zu Hause. Lohnte sich aber nicht, denn die Griechen verloren das Spiel.

Sonntag, 15.06.08 Kalmar - Byxelkrok/Öland 286 km, 55 LF Hat zwar ein wenig DDR-Charme, aber es war alles da, was man brauchte in den Stugas von Kalmar Leider gab es an den rückseitigen Fenstern der Stuga keine Gardinen. Die Sonne schien schon um 4:00 rein. Um 8:00 starteten wir in Kalmar. Für die ersten Feuer parkte Alex mich mitten in einem Park. War mir peinlich! Alle Jogger und Radler guckten mich böse an und pieschen konnte man dort auch nicht! Sonntags morgens sieht man mehr Leute in Schweden als unter der ganzen Woche. Komisch. Alex kam aber mit 10 Feuern zurück. Die restlichen Feuer von Kalmar waren unproblematisch. Außerdem fanden wir einen McDonald's und frühstückten lecker. Alex nahm das EM-Menü damit er endlich mit Schweden-Fähnchen am Auto fahren konnte. Gelb/blaue Stifte zum Gesicht anmalen gab's auch noch dazu. Die Burg bei Kalmar bei herrlichem Wetter Um 11:15 fuhren wir über die imposante Brücke von 1972 rüber nach Öland. Vorher fotografierten wir aber noch die Leuchtfeuer unten an der Brücke. Wir feuerten in südliche Richtung und starten in Färjestaden. Von hier starteten wohl vor dem Brückenbau die Fähren zum Festland. Heute sind hier Umbaumaßnahmen im Gange. Das Unterfeuer ist den Baggerarbeiten zum Opfer gefallen. Wir fuhren an der Westküste entlang. Links von uns die Alvar (karges Karstgebiet) rechts die Ortschaften und das Meer. Zwischen den Feuern lagen ganz schöne Fahrtstrecken. Im Süden gibt es die Ruinen einer alten Alaunfabrik. Diese war mal europaweit die größte Fabrik, die Alaun aus Schiefer isolierte. Als wir unten im Süden der Insel angekommen waren, fuhren wir auf der Ostseite wieder in Richtung Norden hoch. Hier ist herrlich flaches Land, mit vielen Bocks-Mühlen. Diese kann man in den Wind drehen. Leider war das Meer nicht so toll. In den Fischereihäfen stank es erbärmlich nach verrotteten Algen. Je nördlicher man auf Öland fährt, desto schmaler und einsamer wird die Insel. Und hier ein Buchtipp: Öland von Theorin. Es spielt im Norden, ist sehr spannend und gibt gute Einblicke in die Inselwelt. Ganz im Norden in Byxelkrok fanden wir ein Hotel. Die Übernachtungen auf Öland sind sehr teuer. Das merkten wir schon an unseren Prospekten und Reiseführern. Wir zahlten für das Zimmer auch 700 SEK (Solö Värdshus, Byxelkroksvägen 100). Dafür hatten wir wenigstens eine kleine Terrasse und seitlichen Blick aufs Meer. Im Restaurant Sjöstugan (Neptunivägen 3) aßen wir zu Abend (Tel: 0485-28330). Das Lokal liegt direkt am Meer.

Montag, 16.06.08 Byxelkrok - Mönsteras 472 km, 27 LF Typisch für Öland sind die drehbaren Windmühlen Unsere Unterkunft in Byxelkrok, das Solö Värdshus Am Morgen kam eine Gewitterwand angezogen. Zuerst war es sehr stürmisch, dann setzte der Regen ein. Nach einer Stunde war der Spuk vorbei und wir konnten starten. Wir feuerten den Norden der Insel ab und fuhren dann auf der Westseite wieder runter Richtung Brücke. Wir kamen durch Sandvik und Borgholm. In Borgholm, der Hauptstadt von Öland, gibt es eine imposante Schlossruine. Nachdem wir die 140 km lange Insel Öland abgefeuert hatten kamen wieder zwei LFF. Das erste war der Wasserturm von Kalmar und leicht zu finden. Das zweite lag 60 km (!) im Landesinneren. Die Koordinaten stimmten überhaupt nicht. 1,7 km tief im Wald sollte es stehen, doch da war außer Bäumen nichts. Ob wir das Richtige fotografiert haben ist fraglich. Nach über einer Stunde Rückweg, immer an Elchschildern ohne Elche vorbei, und wieder durch Wald, Wald, Wald, hatte uns die Küste wieder. Auf der Insel Oknö stehen die Einfahrtsfeuer für Mönsteras. Bei Campingplatz von Oknö fragten wir nach einer Stuga, aber es gab nur Zimmer. Das hatte WC, aber keine Dusche, kostete auch nur 350 SEK. Da Waschen im Allgemeinen überbewertet wird, nahmen wir das Zimmer. Allerdings waren meine Haare fettig und schrien nach Wasser. Es gab in dem Zimmer nur ein einziges "Geschirr", nämlich einen Messbecher. Mit dem konnte ich mir wunderbar die Haare am Miniwaschbecken waschen. Als wir nach Mönsteras zum Essen fuhren (Restaurang Gladan, Storgatan 12), waren wir froh über unser Zimmer, denn wir fanden keine weitere Unterkunft.

Dienstag, 17.06.08 Svartö - Västervik 300 km, 36 LF Unsere Behausung in Oknö Campingplatz. Zumindest ein Dach über dem Kopf Bereits um 3:20 stand die Sonne am Himmel, aber wir schliefen bis 6:30 weiter. Wir genossen den Kaffee auf unserer Miniterrasse mit zwitschernden Vögeln und duftendem Wald um uns herum. Die ersten Feuer lagen direkt vor unserer Haustür, aber so einfach ging es nicht weiter. Svartö war noch eine niedliche befeuerte Bucht. Danach kam ein Fabrikgelände, das mitten im Wald lag. Über die normale Zugangstraße kamen wir wegen dem Tor nicht ran. Wir versuchten es von allen Seiten aber es war aussichtslos. Das einzig Gute: Auf unsere Jagd kamen wir illegalerweise über das Parkgelände eines alten Herrenhauses. Der Park war sich selbst überlassen. Ganz viele Rehe lebten hier. Die beiden Feuer in Paskallavik waren dagegen wieder schön einfach zu bekommen. In Oskarshamn tranken wir am Hafen ein Käffchen. Um 11:30 hatten wir erst 13 Feuer, das ist nicht viel! Zum Glück ließ sich Oskarshamn gut abfeuern und wir konnten schnell weiter Richtung Norden. Die ganze Zeit folgte uns eine Gewitterwolke. Aber wir fuhren ihr voraus mit 18° und Sonne. Nördlich von Oskarshamn liegt ein AKW. Wir befürchteten schon das Schlimmste, aber der Hafen innerhalb des Geländes war frei zugänglich. Ins Paradies geplatzt? Einmal von der Hauptstraße abgebogen - und schon mitten in der Fauna Auf der E22 zwischen O´Hamn und Västervik sollte man auf Höhe von Mörtfors dem Hinweisschild der Kaffeetasse folgen. Etwa 1 km von der Schnellstraße entfernt im Ort Mörtfors gibt es ein Pensionat mit Cafe. Es liegt direkt idyllisch an einem Mühlbach, der in Kaskaden fließt. Der Kaffee schmeckt grausam, aber die Aussicht ist wunderschön. Die nächsten Leuchtfeuer lagen auf vorgelagerten Inseln. Wir fuhren 17 km über Schotterpisten (ohne funktionstüchtigen Ersatzreifen) um den richtigen Winkel zu bekommen. Na, zwei von drei Feuern waren im Kasten. In Gunnabo gab's zwei Ober- und Unterfeuer, aber leider keine Unterkünfte. Der Campingplatz in Lysingbadet hatte alles was man wollte, Zimmer, Stugor, aber…120,00€ für eine Hütte mit Klo! Dank unserem Reiseführer vom Michael Müller Verlag fanden wir das Guesthouse Solgarden. Wir bekamen eine 2 1/2 Zimmer-Wohnung für 400 SEK. Das Haus wurde von einem älteren Herrn geführt. Alles war ein wenig schmuddelig aber - nur ein Drittel des Preises der Campingplatz-Stuga.

Mittwoch, 18.06.08 Västervik - Malmö 461 km, 27 Feuer Unglaubliche Natur in Schweden Unsere Bleibe in Västervik war serh gräumig - Platz für die Nacharbeit Die Sonne war wässrig! Es hatte sich zugezogen, blieb aber glücklicherweise trocken. Die ersten Feuer in den Schären vor Västervik waren schlecht zu finden. Um 14:00 hatten wir das letzte schwedische Feuer dieses Urlaubs erreicht. Luftlinie war das nächste Feuer im dänischen Hundige 358 km entfernt. Aber über die Straße war es doch viel weiter. Von den 380 km Straße bis Malmö verliefen gefühlt 375 km durch Wald. Wald, Wald, Wald! Und natürlich wieder kein Elch. Zwischendurch riefen wir im Ibis-Hotel Malmö an, wo wir die erste Übernachtung der Reise hatten, und machten ein Zimmer klar. Da wir nicht übers Internet gebucht hatten, kostete das Zimmer nun 885 SEK. Um 19:45 waren wir dort und machten uns sofort auf den Weg zum Restaurant Mascot (Möllevängstorget 6). Dort war es brechend voll, weil alle das Fußballspiel Schweden- Russland gucken wollten. Wir bekamen noch so eben zwei Plätze an der Klotür. Aber das Essen war wie schon am ersten Abend sehr, sehr lecker und reichhaltig. In der Halbzeit fuhren wir zum Hotel zurück. Vom Fenster aus sahen wir den Kamin, den Alex am zweiten Tag der Reise als Luftfahrtfeuer fotografiert hatte. Ich konnte nicht umhin, ihn laufend aufzuziehen: "Oh, guck mal wie schön das Luftfahrtfeuer weiß blinkt" Dabei waren am Kamin nur Festfeuer rot. Ich tippe, das LFF ist auf dem 55 Etagen hohen Wohnturm in Malmö. Da war nämlich das einzige weiß blinkende Feuer drauf. Die Schweden haben das Spiel verloren. Ist nicht schlimm, denn dafür sind sie zum Midsommer wieder zu Hause.

Donnerstag, 19.06.08 Kopenhagen - Frederiksvaerk 332 km, 68 Feuer DAS ist doch typisch schwedisch, oder? Heute verlassen wir Schweden über die Öresundbrücke und feuern noch in und um Kopenhagen herum. Die meisten Feuer in Kopenhagen, die uns noch fehlten, waren neue Brückenfeuer. Die sind ganz bequem zu kriegen, immer 8-10 Feuer auf einen Schlag. Nach Kopenhagen fuhren wir weiter nach Tuborg. Juchu, die Feuer in Form von Bierflaschen sind wieder da. Zwischenzeitlich waren sie aus dem Leuchtfeuerverzeichnis gelöscht. Nun stehen sie an anderer Stelle. Kopenhagen und seine Neubauten Wir fuhren in den Norden von Seeland nach Hornbaek. Danach Lynaes gefeuert und mit der Fähre übergesetzt nach Kulhuse. Das sparte Kilometer. In Jaegerspris war ein befeuertes militärisches Schießgebiet. Erstaunlicherweise waren alle drei Feuer einfach zu kriegen, obwohl geschossen wurde. Ab 18:00 suchten wir während des Feuerns nach Unterkünften. Aber in Dänemark scheint es keine Zimmer zu geben. Auf einer Hinweistafel vor Frederiksvaerk waren drei "Betten" ausgeschildert. Alle drei Krø wollten über 700 dänische Kronen haben, d. h. über 100€. Wir beschlossen weiter zu suchen oder direkt nach Hause durchzufahren. Durch Zufall sahen wir ein B&B-Schild. Es führte uns zu einem Bauernhof. Eine nette ältere Dame zeigte uns das Zimmer. Bad war zwar auf dem Gang, aber egal. Hauptsache wir hatten ein Zimmer. Es kostete 400 Kronen und war in Nøre Hyllinge. Zum Essen fuhren wir zurück nach Kirka Hyllinge in die Pizzeria. Unsere Zimmernachbarn auf dem Hof waren zwei deutsche Elektriker, die in Dänemark auf Montage arbeiteten. Die Herren sahen wir mit einem Bierkasten im Zimmer verschwinden. Schließlich musste das Spiel Deutschland-Portugal begossen werden. Übrigens hat Deutschland das Spiel gewonnen.

Freitag, 20.06.08 Holbaek bis Duisburg 887 km, 10 LF Nachdem die Elektriker zur Arbeit verschwunden waren, machten wir uns gemütlich fertig für die letzten Feuer und die Heimreise. Zuerst kam ein Schießgebiet, dann der Hafen von Holbaek. Nun ging es weiter ins 47 km entfernte Kalundborg. Hier war das Feuer nicht eindeutig. Egal, weiter. (Wenn das der Leuchtfeuer-Revisor hört ;-)) In Mullerup war das letzte Feuer der Reise. Um 10:45 ging es auf die Heimreise nach Duisburg. Der Stau hielt sich in Grenzen, so dass wir um 20:00 zu Hause waren.