Südost-Schweden (15.08.2009 - 30.08.2009)

Samstag, 15.08.09 Von Duisburg bis Odense 738 km, 1 Leuchtfeuer Um 9:40 starteten wir bei schönem Wetter Richtung Dänemark. Vor dem Elbtunnel hatten wir 10 km Stau, aber wir hatten es ja nicht so eilig. Ein Pensionszimmer in Odense war vorgebucht. Um 18:00 kamen wir beim B&B in Odense an. Das Zimmer war OK, aber sehr niedrig. Alex konnte mit seinen 1,95 nur bedingt stehen. Küche, Bad und Aufenthaltsraum teilten wir uns mit zwei Deutschen, die hier in Dänemark arbeiteten. Zum Haus gehörte auch noch ein schöner Feng-Shui-Garten. Nach einem Käffchen im Garten fuhren wir zum Hafen und guckten, wo sonntags das Ausflugsboot abfahren sollte. Das Boot sollte den Odense-Kanal bis zur Odense-Bucht lang fahren. Die Fahrrinne ist mit 65 Feuern befeuert. Ein Feuer im Schießgebiet von Seden machten wir noch und fuhren dann zum Essen. Else, unser Navi hatte das griechische Lokal Milos gefunden (Mageløs 7). Essen war gut, aber teuer, wie alles in Dänemark.

Sonntag, 16.08.09 Von Odense bis Jönköping 651 km, 4 Leuchtfeuer Wir waren schon um 6:30 wach. Unsere Nachbarn auch. Anscheinend arbeiteten die auch sonntags. Wir bummelten rum, tranken Kaffee im Garten und packten langsam unsere Sachen. Das Boot sollte um 11:00 abfahren. Am Bahnhof kauften wir Teilchen und Kaffee, schmierten ein paar Brote und machten uns startklar für den Ausflug. Alex bemerkte, dass er sein Stativ zu Hause vergessen hatte. Da müssen wir morgen gleich ein Neues kaufen, denn ohne geht es in Schweden nicht. Um 10:30 standen wir am Hafenbecken. Das Boot "Svanen" lag auf der anderen Seite des Beckens in Parkposition. Es kamen noch ein paar Dänen und warteten mit uns. Um 11:15 kam ein Mann im Auto angefahren, klebte einen Zettel auf den Fahrplan und fuhr wieder. Eine Dänin erklärte uns: "Krank!" Was nun? Ohne Stativ konnten wir die Feuer auf dem Odense-Fjord vergessen. Die waren viel zu weit vom Land weg. Wir beschlossen, direkt nach Jönköping/Schweden am See Vättern zu fahren. Hier fingen unsere schwedischen Leuchtfeuer an. Um 12:00 starteten wir Richtung Malmö. Als wir hinter Malmö waren, sahen wir von der Autobahn aus einen Media-Markt. Der hatte auch sonntags geöffnet. Hier kauften wir uns ein neues Stativ. Es kostete 100€, war handlicher als das alte und eine Tasche war auch noch dabei. Die Strecke von 550 km zog sich. Wir fuhren über 300 km durch Wald. Gefühlt waren es aber 3.000 km! Und… kein Elch zu sehen! Dafür gab es Stau wegen Unfall. Am Meer war es noch 20° warm, am See nur noch 17°. Aber es gab durchgehend Sonne. Um 18:30 waren wir am ersten Leuchtfeuer hinter Jönköping. Wie immer in Schweden waren Bäume im Weg. Zwei Feuer waren deshalb nicht zu sehen. Zum Glück hatten wir ja ein Hotel vorgebucht und konnten uns beim Feuern Zeit lassen bis das Licht zu schlecht wurde. Mit der wahnsinnigen Ausbeute von 4 Feuern kamen wir um 20:30 im Hotel Eurostar an. Das Zimmer war sehr gut aufgeteilt. Der Clou war das Bullauge zwischen Dusche und Zimmer. Man konnte dadurch von der Dusche aus fernsehen oder dem in der Dusche zugucken. Navi Else fand ein Restaurant namens Rhodos. Es stellte sich raus dass es kein Restaurant war, sondern eine türkisch-italienische Pommesbude mit griechischem Namen und arabischen Mitarbeitern. Aber das Essen war lecker und preiswert.

Montag, 17.08.09 Von Domsand/See Vättern bis Motala/See Vättern 399 km, 31 Feuer Die Nacht war etwas unruhig. Aber lange schlafen war eh nicht drin. Wir mussten aufholen. Schließlich hatten wir nach 2 Tagen erst 5 Feuer statt geplanter 80! Bei einem Sonne/Wolkenmix bei 14° und Wind starteten wir. Es ging die Westseite des See Vättern hoch Richtung Norden. Die Gegend war sehr abwechslungsreich, mal Wald, dann wieder Felder oder Wiesen. Zwischen den einzelnen Feuern waren meist 20-30 km Fahrt, aber die Straßen waren herrlich leer. Die Stadt Hjo ist sehr schön. Es gibt alte Holzvillen, eine hübsche Promenade und einen kleinen Hafen. Vor Karlsborg gab es ein befeuertes Schießgebiet. Auf diesem Gelände lag auch eine Kaserne. Diese wurde von Securitas bewacht. Ich dachte immer, das Militär könnte das selber! Danach kamen wir an das große Fort von Karlsborg. Auch hier war eine Kaserne, die aber zum größten Teil öffentlich war. Weiter ging es zum See Viken, der wegen dem Göta-Kanal auch befeuert war. Navi Else führte uns durch Bullerbü-Gegend. Unbefestigte Straßen, alte Gehöfte und Holzzäune, alles wie bei Astrid Lindgren. Als der Viken abgefeuert war, ging es über Schotterpisten zurück zum Vättern. Feste Straßen sind hier rar. Als wir die Nordspitze des Sees umrundet hatten ging es an der Ostseite wieder runter. Die Gegend ist hier "schäriger" aber es wechseln sich immer noch Wald, Felder und Wiesen ab. Und trotz vieler "Achtung Elch-Schilder" sahen wir keinen. In Motala starteten wir um 18:00 die Zimmersuche. Auf dem Campingplatz von Motala sollten Stuga (Hütten) sein. Die gab es auch, aber ohne Bad für 580 Kronen. Das war uns zuviel. Weiter nach Borensberg. Das 1. Hotel hatte zu. Das Vandrarhem hatte Studios aber es war voll mit lustigen Jugendlichen. Das könnte laut werden. Das nächste Hotel wollte 1.300 Kronen für die Nacht! Dann gab es noch einen Campingplatz (Fiskeboa, Hökartorget 1). Hier hatten wir Glück. Stuga mit WC und Dusche für 580 Kronen. Das WC war zwar sehr eng, aber es ging. Dafür gab es einen großen Vorraum in dem wir arbeiten konnten. Eine Raucherterrasse war auch vorhanden. In Borensberg gingen wir beim Italiener essen (Rest Hedi, Husbyvägen 19A) und ließen danach den Abend bei Wein und Cola auf der Terrasse ausklingen.

Dienstag, 18.08.09 Von Borensberg/Vättern nach Vadstena/Vättern 412 km, 14 Feuer Die Nacht war sehr ruhig, aber die Betten waren arg hart. Nachdem wir die Stuga durchgeputzt hatten und unsere Sachen im Auto verstaut waren, starteten wir um 8:45. Zum Glück merkten wir rechtzeitig, dass das nächste Feuer hier auf dem Campingplatz war. Nächstes Ziel war Berg. Meist ging es am Götakanal entlang. In Berg ist es - wie der Name sagt - bergig. Hier hat der Götakanal 7 Staustufen ehe er in den See Roxen übergeht. Weiter ging es nach Jönköping. Wetter: 17° mit Sonne. Nach dem Roxen ging es zurück Richtung Motala an den See Boren. Hier gab es neben einem Feuer auf einer Landzunge auch noch alte Ruinen. Der Parkplatz war 2,5 km vom Kap entfernt. Es gab einen tollen Service. Man konnte für 20 Kronen ein Fahrrad mieten. Das Geld wurde in eine Holzkiste gelegt und fertig. Wir feuerten am Boren entlang bis Motala. Endlich wieder eine größere Stadt, in der man Kaffee von McDonald's kriegen konnte. Nun waren wir wieder am See Vättern und fuhren an ihm entlang nach Vadstena. Hier gibt es ein altes Kloster und ein Vasa-Schloss von 1545. Es ist eher eine Wehranlage mit Wassergraben und Zugbrücke. Zum Glück gab es Leuchtfeuer in der Nähe es Schloss, sonst wären wir ja nicht zu diesem kulturellen Genuss gekommen! In Hästholmen angekommen hatten wir den See umrundet. 650 km hatten wir verfahren. Nun mussten wir an die Küste nach Oskarshamn. Überfahrtdauer laut Navi betrug 2:45 Stunden. Unterwegs machten wir eine Pause am Fluss Enan. Wunderschöne Bachlandschaft. Das vorgebuchte Hotel in Oskarshamn "Rum Oskar" war eine Wucht. Unser Zimmer war riesengroß, hatte ein tolles Bad und eine große Terrasse. Wir fühlten uns sofort wohl. Wir genossen einen Kaffee in der Nachmittagssonne auf der Terrasse und fuhren anschließend zum Hafen. Hier wollten wir morgen die Fähre nach Gotland nehmen. Nach dem Abendessen war es wie zu Hause. Alex am PC, Tina raucht ;-)

Mittwoch, 19.08.09 Von Visby/Gotland nach Vändburg/Gotland 216 km, 42 Feuer Nach dem Genuss des reichhaltigen Frühstücksbuffet von Rum Oskar machten wir uns auf den Weg zum Hafen. Um 11:00 ging die Fähre nach Gotland. Für die 3-stündige Überfahrt gibt es sogar Plätze in Kabinen. Diese sind mit Fenster, TV und Bad. Aber dafür hatten wir erst keine Zeit. Die Feuer der Ausfahrt von Oskarshamn wollte abgefeuert werden. Wetter: Strahlend blauer Himmel mit Sonne bei 18°. Um 14:00 kamen wir in Visby an. Das erste Feuer außerhalb des Hafens war ein Luftfahrtfeuer. Zum Glück war es schon von Weitem zu sehen. Dann ging es zurück an die Küste. Wir umrundeten die Insel gegen den Uhrzeigersinn. Gnisgard ist ein netter kleiner Ort mit Mini-Hafen. Dort sind aber Ober- und Unterfeuer. Weiter ging es nach Västergarn. Die Feuer waren gut zu kriegen. Die Gegend ist flach und es gibt wenig störende Bäume am Wasser. Im Süden wird die Gegend karstiger. Alles erinnert an Öland und die Alva. Es gibt Steinmauern, Wacholderbüsche und spärlichen Bewuchs. Allerdings sind die Betten hier auch spärlich gesät! Wir hofften auf eine Unterkunft in Burgviks, aber das Hotel existierte nicht mehr. Muss man sich um 19:00 schon Sorgen machen wenn man kein Bett hat? Dafür hatten wir aber schon über 30 Feuer. Am Straßenrand sahen wir ein handgeschriebenes Schild mit "Rum", was ja Zimmer heißt. Ein älterer Herr vermietete 5 Zimmer in einem umgebauten Stall. Weil er schon etwas klapprig war, kam er mit Nordic Walking-Stöcken um uns das Zimmer zu zeigen. Der Raum war ohne Dusche und WC. Die waren um die Ecke. Egal, wir waren eh' die einzigen Gäste. Das zugewiesene Zimmer war etwas muffig, deswegen nahmen wir uns ein anderes. Schlüssel stecken ja auf den Türen. Bevor wir zum Essen fuhren und Alex unser Zimmer abschloss, sagte eine innere Stimme zu ihm: "Probier` doch mal aus ob ein andere Schlüssel auf unsere Tür passt!" Und siehe da: Ein Schloss, 5 Schlüssel. Wir nahmen Laptop und Kamera mit zum Essen nach Burgsvik ;-) (Folkeryds Konditori & Restaurang, Hamnvägen 1) Auf dem Rückweg fuhren wir noch zu einem Kap wo ein gelöschter Leuchtturm stehen sollte. Er war wohl gelöscht, weil ein militärisches Sperrgebiet drum gebaut wurde. Wir haben ihn trotzdem fotografiert. Zurück in Opas Butze bezog ich die Betten und Alex richtete sich ein Außenbüro ein. Nachdem alle Krähen der Insel in einer Baumreihe bei uns gegenüber lautstark schlafen gingen, legten wir uns auch aufs Ohr. Zum Glück hatte das Zimmer eine Heizung, denn nachts wurde es doch ganz schön kühl.

Donnerstag, 20.08.09 Ronnhamn bis Visby/Gotland 474 km, 58 Feuer Um 5:45 saß ich bei Frühnebel und aufgehender Sonne draußen und trank Kaffee. Ein wenig kühl war es noch, aber für mich "Schlappenwetter". Als ich nach dem Aufräumen des Zimmers in Schlappen im Auto saß stellte ich erschreckt fest, dass es nur 5° warm draußen war. Es wurde aber schnell wärmer. Erstes Ziel des Tages war Ronnhamn. Der große Fischereihafen lag idyllisch bei Willstille da. Wir waren um 6:30 da und es war nichts los. Tomtbod und Nabben sind alte Fischerdörfer, die um 1900 erbaut wurden. Hier werden noch alte Fischertraditionen gepflegt. Die südliche Ostküste Gotlands ist nicht mehr so karstig. Hier wechseln sich Felder, Wald und Wiesen ab. In Ljugarn gab es erst wieder Zimmer zu mieten. Gut, dass wir beim Opa für 400 Kronen untergekommen waren. Die nächsten Feuer lagen ziemlich einsam. In Katthammarsvik gab es wieder etwas "Leben" aber keinen Kaffee. Slite ist eine größere Stadt mit großer Zementfabrik und…Kaffee! Am Aussichtspunkt des Zementwerks (ja, so etwas gibt es hier!) aßen wir unsere Teilchen und fotografierten den Tagesbau durch dafür vorgesehene Löcher im Maschendrahtzaun. In Olofsholmen gab es 10 Windturbinen, von denen acht befeuert waren und als ein Luftfahrtfeuer geführt wurden. Alex hatte Schwierigkeiten, die auf ein Foto zu bekommen. Über Schotterpisten fuhren wir weiter nach Kyllaj. Hier gab es eine alte Kalkbrennerei und schöne Kalksteinformationen. Weiter auf die Halbinsel Furilden. Über Schotterpisten ging es wieder an Kalksteinformationen vorbei. Danach feuerten wir den Farösund. An der Fähre rüber nach Farö war eine ellenlange Schlange. Wir fragten uns was die vielen Menschen an einem Donnerstag drüben auf der Insel wollten? Eigentlich waren die Leuchtfeuer gut und schnell zu erreichen, mit Ausnahme von 2 Kabelfeuern, zu denen Alex wandern musste. Den Rückweg ist er gerannt damit wir die Fähre um 15:30 kriegen. Die fuhr auf der Inselseite aber erst um 15:45 ab. Umsonst gerannt, der Arme! Der Norden Gotlands ist wieder Alva-ähnlich, durchzogen von Wald. Die Gegend ist sehr abwechslungsreich. Wir feuerten an der Westküste Gotlands Visby entgegen. Um 18:45 hatten wir es geschafft! 58 Feuer waren fotografiert. An den letzten beiden Feuern in Flundreviken war das Hotel Snäck. Die hatten zusätzlich zum Hotel noch ein Motel. Leider war unser Zimmer nicht zur Meerseite, sondern wir guckten ins Grüne. Selbst Beziehen mussten wir auch noch. Wir fuhren nach Visby rein und suchten ein Restaurant. Die Altstadt innerhalb der imposanten Stadtmauer ist autofrei. Also suchten wir uns außerhalb der Mauer ein Lokal (Marco Polo, Brövag 1). Die Stadtmauer ist übrigens Weltkulturerbe.

Freitag, 21.08.09 Von Flatvarp bis Gransösund 415 km, 16 Feuer Um 5:30 aufgestanden und um 6:30 an der Fähre (MS Visby) gewesen. Da wir keine Feuer mehr zu fotografieren hatten, gingen wir direkt in unsere Außenkabine. Und siehe da! Da saßen schon zwei Leute rum! Klar, 4er-Kabine. Mal gut, dass auf dem Hinweg keiner rein kam ;-) Wir übertrugen in Ruhe unsere Leuchtfeuer in den Laptop und verscheuchten mit unserer Aktivität die Mitbewohner. Um 10:20 kamen wir in Oskarshamn an. Das erste Feuer in Flatvarp lag in den Schären bei Loftahammar. Um 11:40 waren wir da. Weiter ging es nach Söderköping (Ankunft 13:40). Hier war auch wieder der Götakanal mit seinen Feuern. Die waren aber alle nicht so leicht zu bekommen. Der Fjord ist dicht bewaldet und hügelig. Dafür entdeckten wir den Ort Å und sahen die Burg von Stegborg. An der Ostseite der Halbinsel Vikbolandet ging unser Sprit gen 0. Das Navi hat ja Tankstellen verzeichnet, zeigte aber keine im Umkreis an. Laut Tachoanzeige hatten wir noch Sprit für 37 km. An einem kleinen Laden an der Hauptstraße fragten wir nach einer Tanke. In Östra Husby sollte eine Automatentankstelle sein. Und da war sie auch, direkt neben einem ICA-Supermarkt. Nach Tanken und Einkaufen ging es um 17:30 wieder die 30 km zurück nach Akrösund. Auch hier war das Leuchtfeuer suchen wieder schwierig. Entweder es war eine Schäre davor oder man kam nicht auf die Grundstücke am Ufer. Es war Freitag und die Wochenendhäuser waren alle bewohnt. Im Hotel in Akrösund fragten wir nach einem Zimmer. Die wollten 995 Kronen! Nein Danke, da suchen wir lieber weiter. Auf dem Hinweg hatten wir in Brytsbo ein handgemaltes Schild mit "Rum" gesehen. Dort fragten wir an und Bingo! Wir bekamen ein Häuschen mit Küche, Essecke und Bad in der unteren Etage und Wohnzimmer und Schlafzimmer der oberen. Das Ganze sehr gepflegt und für 250 Kronen, also ca. 25€ Wir bekamen von den Vermietern Michael und Maria den Tipp in Akrösund bei Strandgrillen am Campingplatz essen zu gehen (Tel 0125-20341). Wer übrigens auch mal bei Michael und Maria übernachten möchte: Der Ort Brytsbo liegt an der Landstraße 209, kurt vor dem Abzweig zur Fähre nach Stegborg.

Samstag, 22.08.09 Von Björnsö bis Oxelösund 290 km, 56 Feuer Morgens war kein Wasser da! Aber Michael löste das Problem in Unterhose und Schlappen bei Nieselregen. Um 8:00 war Abfahrt nach Björnsö. Hier stand das Feuer auf dem Gelände des Vattenfall-Kraftwerks. Alex ist mit dem Rad los und hat von einer hohen Schäre aus nicht nur Ober- und Unterfeuer, sondern auch noch fünf andere fotografiert. Der Nieselregen hörte schnell auf und gegen Mittag hatten wir wieder Sonne und "Schlappenwetter". Wir umrundeten den südlichen Teil des Braviken, dem Sund, der vor Norrköping liegt. In Norrköping fanden wir endlich einen McDonald's mit leckerem Kaffee. Dann kam der Lindö-Kanal dran. Hier sind nur Tanks und Industrieanlagen. Alex feuerte den Kanal per Rad ab und bekam alle Feuer. Die nächsten Feuer hatten so klangvolle Namen wie "Marieborg", "Karlsro" und "Pampushamn": Dahinter verbargen sich aber wieder nur Industrieanlagen. Das nächste Luftfahrtfeuer war nur mit sehr groben Koordinaten angeben. Wir haben es nicht eindeutig gefunden, dafür aber noch einen McDoof zum Kaffee nachtanken. An der nördlichen Seite des Braviken-Sund geht die Straße bis Krokek direkt am Wasser entlang. Hinter Krokek gibt es einen Safari-Park mit Seilbahnanlage zwischen Hotel und Park. Um 18:15 kamen wir in Öxelösund, einer Industriestadt, an. Der Ort ist aber trotzdem nett. Wir besorgten uns einen Stadtplan und fuhren sämtliche Hotels an. Die waren alle voll oder wollten zu viel Geld. Der Campingplatz vermietete nur Stuga ohne Bad. Also versuchten wir es beim Vandrarhem Poppeln. Hier bekamen wir ein großes Familienzimmer mit Küchenzeile. Bad war auf dem Gang, aber für 400 Kronen war das OK. Außerdem hing auf dem Klo ein Bild des Königpaars. Man machte also eine erhabene Sitzung! Das Vandrarhem war eine Mischung aus Arbeiterheim (slovenische und slovakische Autos vor der Tür), Behindertenwohnheim und Pension. Lichtblick war die Hauskatze, die total schmusig war. Außerdem gab es Internet. So buchten wir uns schon mal ein Hotel in Malmö für die letzte Nacht in Schweden. Zum Essen gingen wir zum Griechen in der Parallelstraße (Restaurang Athena, Folkegatan 23). War sehr lecker dort.

Sonntag, 23.08.09 Von Öxelösund bis Trosa 199 km, 44 Feuer Für unsere Verhältnisse schliefen wir lange und starteten erst um 8:45. Die ersten Feuer lagen alle in und vor Öxelösund. Hier fanden wir am Ufer etwas Niedliches: Jemand hatte für sein Ruderboot unbefeuerte Ober- und Unterfeuer, also Dreiecke installiert, damit er an Land kam. Tja, wenn man es gewohnt ist, Navigationshilfen zu benutzen… Es gab noch 4 Feuer im nahegelegenen Industriegebiet. Alex versuchte es über Wanderwege mit dem Rad. Nach über einer Stunde war er mit 75%iger Ausbeute zurück. Nun ging es nach Nyköping. Es war strahlend blauer Himmel bei 18° (gefühlte 25°). Die Einfahrtsfeuer von Nyköping waren gut zu kriegen. In der Stadt gab es auch einen McDonald's. Hier habe ich direkt zwei Kaffee genommen. Man weiß ja nie, wann man wieder Kaffee findet. Nun fuhren wir nach Skavska zum Luftfahrtfeuer. Skavska ist quasi das Weeze von Stockholm. Hier am Flughafen landen meist Ryanair-Maschinen. Aber es gibt Mietwagen. Gut zu wissen für nächstes Jahr. Danach kam wieder "Wildnis". Die in der Landkarte eingezeichneten Orte entpuppten sich als Ansammlungen von 3-5 Häuser. Wir fuhren die 219 runter Richtung Studvik. Hier - oh Wunder - gab's ein Atomkraftwerk. Deshalb kamen wir auch nur an ein von vier Leuchtfeuern heran. Nun ging es Halbinseln runter, Halbinseln rauf. Über Schotterpisten fuhren wir nach Källvik. Anschließend wieder hoch zur 219 um in Skällberga wieder auf die nächste Halbinsel zu fahren. Wir sahen viele Tiere, zum Beispiel Fuchs, Hase und Marder. Nur keinen Elch, leider. Langsam näherten wir uns der Stadt Trosa. Hier gab es zwar keine Leuchtfeuer, aber Betten. Im Stuga-Dorf am Sportplatz war keiner. Im Vandrarhem Snipan auch nicht, aber es hing eine Telefonnummer aus. Der Herbergsvater kam per Rad. Wir nahmen eine der drei Stugor für 600 Kronen. Die hatte WC, aber die Dusche war drüben im Vandrarhem. Auf dem Gelände gab's eine Außensauna in Fassform und einen Minigolfplatz. Es wurden auch Kajak-Touren angeboten und ein Wander-Service. Der Kleinbus von Snipan holte die Wanderer ab oder brachte sie zu einem Treffpunkt damit man nicht hin und zurück wandern muss. Essen waren wir in der Pizza-Butik. Anschließend machten wir noch einen Spaziergang am Fluss Trosaan entlang. Hier liegen die Boote vor den Kneipen. Sogar eine riesige Jacht war dabei. Der Ort Trosa ist wirklich schön und besuchenswert.

Montag, den 24.08.09 Von Stenskär bis Gisselholmen/Mälaren 293 km, 42 Feuer Morgens verließen wir den malerischen Ort bei Sonnenschein. Um 11:00 hatten wir die vielen Halbinseln unterhalb von Södertälje hinter uns und feuerten den Södertälje-Kanal, der den Zugang zu den Mälaren bildet. In den Mälaren (Salopp gesagt das "Hintertür-Gewässer von Stockholm") waren die Leuchtfeuer spärlich gesät. Deshalb hatten wir viel Fahrerei zwischen den einzelnen Stopps. Von Södertälje fuhren wir Richtung Strängnäs. Die Gegend hier war wie an der Küste ein Mix aus Wald und Feldern, leicht hügelig und menschenleer. Außer an den Kaps der Halbinseln. Hier standen immer wieder 40 Briefkästen, die auf viele Ferienhäuser schließen ließen. Aber wir kamen am berühmten Schloss Gripsholm vorbei. Glück hatten wir bei der Überquerung des Hjulstasunds. Die Schwingbrücke war zur Seite gefahren weil ein Segelboot kam. So konnte Alex von der Brücke aus dem parkenden Wagen 8 Leuchtfeuer fotografieren. Wir hatten ein Teil des Mälaren-Gewässers umrundet und waren zur Zimmersuche wieder in der Nähe von Strängnäs. An einem Info-Punkt holten wir uns einen Plan mit Übernachtungen und Lokalen. Wir fanden darauf auch ein nettes B&B, aber leider ohne Adressenangabe. Auf dem Weg nach Strängnäs-Stadt fanden wir das B&B durch Zufall an der Landstraße 55. Es war ein sehr schönes neues großes Haus, was zu einem Bauernhof gehörte (Svedängs Gård). Es gab eine schöne Gemeinschaftsküche und einen großen Frühstücksraum mit angrenzender Terrasse. Das Zimmer selbst war geräumig und mit Bad und TV. Wir suchten im Navi ein Lokal und fanden ein Restaurant namens "Meze" (griechisch), das als libanesisches Lokal angepriesen wurde, in dem es aber auch Pizza und Kebab gab. Der Laden lag in einer nicht so tollen Wohngegend, aber egal (Finningevägen 51). Abends gaben wir vor dem Haus die Leuchtfeuer in den Laptop ein und tauschten Urlaubstipps mit einem netten Paar aus Dresden aus.

Dienstag, 25.08.09 Von Hästskär/Mälaren nach Örebro/Hjälmarensee 347 km, 34 Feuer Um 6:00 gingen die französischen Mitbewohner angeln. Das Haus war wach! Um 7:30 starteten wir zur Halbinsel Fogdön. Hier hatten wir ein neues Problem: Schilf! Das ganze Seeufer war voll davon und zu hoch um drüber zu fotografieren. Die Hebebrücke von Kviksund hatte 6 Feuer. Sie ging prompt hoch als wir da waren. Sah imposant aus. Wir umrundeten den nächsten Teil der Mälaren über Torshälla bis Kungsör. Hier stärkten wir uns bei einem Imbiss. Danach ging es zum See Hjälmaren. Hier gibt es eine alte Kalk-Seilbahn, die über 50 km lang ist und auch über den Hjälmaren-Sund führt. Sie ist außer Betrieb. Die Seilbahngondeln hängen so in der Gegend rum. Bis in die 90er-Jahre wurde damit der Kalk nach Köbing befördert, der am Hjälmarensee abgebaut wurde. Das Wetter war übrigens wieder bombig, Sonne und über 20°. Um 18:00 waren wir in Örebro. Auf dem Weg zum Feuer sahen wir ein B&B. Auf dem Rückweg fragten wir nach und bekamen ein Zimmer, na ja, eine Butze. Zu ebener Erde war ein kleiner Eingangsbereich mit Tisch und 2 Stühlen (sehr eng). Dahinter eine Küchenzeile, der Durchgang zum Bad und die Treppe nach oben (sehr eng). Oben war ein Spitzdach, ausgestattet mit Bett und TV. Man konnte nur in der Mitte stehen (sehr eng). Hauptsache ein Dach über dem Kopf! Dafür gab es draußen vor der Tür Tische uns Stühle an denen man sich mal ausstrecken konnte. Wir hatten noch ein Feuer auf der anderen Seite des kleinen Flusses. Unterwegs holten wir uns Pizza (Engelbrektsgatan 72) und aßen sie draußen vorm Haus. Leider fing es an zu regnen und wir mussten rein.

Mittwoch, 26.08.09 Von Grythamn/Hjälmarensee bis Aggerösund/Mälaren 355 km, 34 Feuer Es regnete! Es sollte laut Wetterbericht aber ab mittags wieder besser werden. In der Nacht war es sehr warm oben im Spitzdach. Das Fenster war zwar auf, aber morgens früh fuhren die Busse laufend vorbei. Blau und gelb, die Farben Schwedens Ab 8:00 fotografierten wir die letzten 4 Leuchtfeuer des Hjälmarensees im strömenden Regen. Auch bei den nächsten zwei Feuern in Köping musste Alex durch den Regen laufen. Er kam so durchnässt wieder dass er sich komplett umziehen musste. Zum Glück hörte der Regen um 11:30 auf. Leider fing es um 14:00 wieder an. Es goss wie aus Eimern, über eine Stunde lang. Wir fotografierten experimentell: Ich hielt den Schirm über das Stativ mit Kamera und Alex knipste. Es folgten die industriellen Feuer von Västeras. Die waren besser zu finden als gedacht. Es regnete auch nicht mehr so doll. Bei Fröholmen musste sich Alex wieder durch die nassen Büsche schlagen. Es war schon spät und Zimmersuche angesagt. Aber hier am A… der Welt? Strängnäs sah auf der Karte gar nicht weit aus. An der Landstraße 55 hatten wir ja vor 2 Nächten in dem Bauernhof-B&B übernachtet. Wir fuhren die 40 km dort hin und… ausgebucht! (Tel: +46 (0) 152-32132) Was nun? Wir hatten noch ein "Stuga"-Schild an der 55 gesehen. Wir fuhren dort hin und sahen, dass bei der Stuga die Tür offen stand. Mist, bestimmt besetzt! So war es aber nicht. Die Besitzerin hatte bloß in der Stuga ihren Hund geduscht. Gut, es roch etwas nach nassem Hund, aber ansonsten war die Stuga toll. Es war wohl der Alterswohnsitz der Eltern. Voll eingerichtet, mit Schafzimmer, Wohnzimmer, Küche und Bad (400 Kronen). Zum Glück gab es Heizungen, um die nassen Sachen zu trocknen. Zum Essen fuhren wir wieder zum libanesischen Restaurant "Meze" nach Strängnäs und aßen lecker Suflaki vom Holzkohlegrill.

Donnerstag, 27.08.09 Von Haga/Mälaren bis Slaksta/Stockholm 348 km, 32 Feuer Morgens schien wieder die Sonne. Schnell die Stuga durchgewischt und ab zum 1. Feuer nach Haga. Das 2. Feuer in Harjarö war wieder mit Wandern in einem Naturschutzgebiet verbunden. Das nächste lag in einem Schießgebiet. Zum Glück war die Schranke oben, also rein. Es hat uns auch keiner aufgehalten. Hier im nordöstlichen Teil der Mälaren sind mehr Städte, d.h. auch mehr Kaffee ;-) Allerdings sind die Feuer meist 30-40 km auseinander. Sigtuna ist eine der ältesten Städte Schwedens. Hier stehen Ruinen aus dem 10. Jahrhundert. Daher sind auch Reisebusse mit Japanern hier. Nun auf zum kleinen Jachthafen namens Flottviken. Weiter ging es zum nördlichsten Feuer unserer Reise in die Nähe von Uppsala. Hier machten wir eine Rast bei Ikea. Man muss sich ja auch mal so ein "Mutterhaus" ansehen. Zurück an den Mälaren kamen wir in die Zivilisation. Die Vororte von Stockholm boten viel Kaffee, allerdings auch viel Berufsverkehr. Da steht Stockholm anderen Großstädten in nichts nach. Obwohl das Land ansonsten so leer ist. Um 18:00 waren wir in Vororten mit sozialem Wohnungsbau. Hier wird man wohl kein Hotel finden. In unseren zahlreichen Reiseunterlagen fanden wir einen Campingplatz zwischen Bottkyrka und Hundinge. Die Stuga war sehr teuer (895 Kronen) und hatte noch nicht einmal gescheite Betten, sondern zwei schmale Klapp-Couchen. Aber es war sauber und der Ausblick war auch nett. Die Anlage ist so teuer weil es hier sehr viele Freizeitangebote gibt, z.B. Ski-Fahren im Winter. Wir suchten im Navi ein Lokal und fanden eins namens Olympus. Das lag mal wieder in einem sozialen Brennpunkt in Bredräng. Hier fanden wir alle Nationalitäten, außer schwedisch ;-) Das Restaurant Olympus war zwar etwas schmuddelig, aber das Essen war OK.

Freitag, 28.08.09 Von Bornhuvud nach Nynäshamn 278 km, 32 km In der Nacht wurde es sehr warm in der Stuga. Wir holten das Moskitonetz aus dem Auto und drapierten es über der offenen Hüttentür. Aber bei offener Tür schlafen? Wieder raus aus dem Bett und das Ganze über dem offenen Fenster gespannt. So ging es. Um vor 8:00 waren wir schon unterwegs. Die ersten 5 Feuer kriegten wir nicht. Eins lag in einem militärischen Sperrgebiet, zwei waren auf Privatgelände und drei lagen auf einem Golfplatz, der mit Schranke verriegelt war. Am Södertäljekanal gab es außer Leuchtfeuern auch noch ein Entenpaar, was ganz zutraulich war. Wir haben es mit Apfelstückchen gefüttert. Nun ging es wieder raus aufs Land. Die Halbinsel unterhalb von Södertälje war dran. Auf dem Hinweg zur Kapspitze sahen wir in Eldtomta ein Cafe (Eldtomta 5, 14792 Grödinge). Hier tankten wir Kaffee mit Pekan-Wienerbröd. Das war so lecker, dass wir auf dem Rückweg nochmals anhielten und Nachschub holten. Auf der Halbinsel Lisö in Hästnäs Gard war es soweit! Wir sahen eine Elchmutter mit Kind auf der Straße. Wenn das Elchkalb nicht auf die Straße gegangen wäre, hätten wir die beiden im Wald nie gesehen. Wir feuerten weiter den Schärengarten, Sund rauf, Sund runter. Gegen Nachmittag wurde es über dem Meer diesig. Den ganzen Tag hatte die Sonne geschienen, aber jetzt sah man die Feuer draußen kaum noch. In Nynäshamn holten wir uns an der Touristeninfo einen Übernachtungsplan. Die Angebote waren nicht so dolle, aber das nächste Feuer, ein Luftfahrtfeuer, war über 30 km entfernt. Wir fuhren das preiswerteste Hotel für ausgeschriebene 795 Kronen an (Nynäsgarden Hotel). Vor Ort kostete es zwar 100 Kronen mehr, aber egal. Ich nannte es das "Quietschie-Hotel". Alle Türen und Dielen klemmten oder quietschten. Das Zimmer war aber ganz nett und geräumig. Nach dem Essen beim Chinesen (Litchi Garden, Torggatan 9) fuhren wir nochmals zum Hafen. Drei Feuer hatten wir nachmittags nicht gefunden. Im Dunkeln müsste man sie ja leuchten sehen. Und in der Tat, eins wurde gefunden, die anderen beiden werden wohl gelöscht sein.

Samstag, 29.08.09 Von Arsta bis Dalerö, dann nach Malmö 775 km 13 Feuer Das Frühstück im Hotel war gut und reichhaltig. Die weichgekochten Eier waren wirklich weich! Gut gestärkt fuhren wir zum 30 km entfernten Luftfahrtfeuer. Nachdem es in der Nacht gestürmt und geregnet hatte, schien jetzt wieder die Sonne. Wir fuhren auf die Halbinsel Gälo zum Naturreservat. Hier musste Alex zum Feuer wandern. Weiter ging es nach Dalerö, dem ersten schwedischen Touristenort, den wir zu sehen bekamen. Hier gab es einige Hotels und Bummel-Läden. Am Hafen fuhr die Fähre nach Ornö ab. Jetzt am Wochenende mit schönem Wetter war die Fähre natürlich voll mit Ausflüglern. In den Schären vor Dalarö waren noch einige Feuer, die Alex von Land aus bekam. Nun hatten wir ein sinnvolles Ende und machten uns auf den Weg nach Malmö. Hier wollten wir übernachten, ehe es morgen zum Odense-Fjörd weiter geht. Unterwegs hielten wir noch an einer alten Kirche in Västerhaninge. Der Turm war ein bisschen schief. Wir brauchten Kaffee und suchten in der "Else" nach einem McDoof. Das lag in einem großen Einkaufszentrum mit 100 Schuhgeschäften und 200 Handy-Läden. Wir hatten ja jetzt Urlaub und bummelten. Über Hundinge fuhren wir Richtung Södertälje auf die E4-Autobahn. Wir kamen an unserem gesamten, abgefeuerten Gebiet vorbei und konnten nochmals alles "Revue passieren" lassen. Als wir am Vättern ankamen, zog sich der Himmel zu und es kamen heftige Schauer runter. Die Temperatur ging von 20° auf 13° runter. Aber wir sahen wunderschöne Regenbogen. Um 19:30 kamen wir am Ibis-Hotel in Malmö an. In Duisburg hatten wir ja keine Stammkneipe, aber hier in Malmö gingen wir zum 3. Mal in die Sportkneipe Mascot zum Essen (Mällevångstorget 6, 21424 Malmö). Es war wie immer lecker und nett dort.

Sonntag, 30.08.09 Von Malmö nach Odense und weiter nach Duisburg 962 km, 64 Leuchtfeuer Wir brachen schon früh Richtung Dänemark auf. Zuerst suchten wir aber Kaffee, weil ohne durften wir nach DK nicht einreisen ;-) Die McDonald's hatten noch zu. Wir fanden eine Preem-Tankstelle mit dem Preeeeeem-Bär. Die hatten auch immer leckeren Kaffee. Es war ziemlich stürmisch. Beim Bezahlen des Brücken-Maut ist sogar die Kreditkarte aus dem Automaten geweht. Wir starteten heute den 2. Versuch eine Bootstour auf dem Odense-Fjord zu machen. Der Bootsführer war zwar noch krank, aber er hatte Ersatz besorgt. Die Fahrt auf dem Boot Svanen führte über den Odensekanal raus auf den Fjord. Hier bezeichneten 64 Feuer die Einfahrt. Wir machten zwei Zwischenstopps um Leute ein- und aussteigen zu lassen. Es waren ca. 35 Leute an Bord. Wir hatten es uns im Innenraum an einem Tisch gemütlich gemacht. Als ein Regenschauer nahte, strömten die Leute vom Oberdeck nach unten. Es nahmen zwei Kinder an unserem Tisch Platz. Das ältere Mädchen stellte die beiden vor: "Ich bin vier und das ist meine Schwester. Die ist zwei". Für mich hießen die beiden nur noch Zwei und Vier. Die Mädels waren mit Ihren Eltern und der Oma auf 4-wöchigem Dänemark-Urlaub. Ursprünglich kam die Familie aus Gelsenkirchen. Wir lernten auch noch einen Ornithologen an Bord kennen. Er betätigte sich als Reiseführer und erklärte uns alles was am Ufer an uns vorbei kam. Der dänische Herr sprach sehr gut deutsch. Um 16:30 war die Bootsfahrt beendet. Wir machten uns auf den Heimweg nach Duisburg. Um 23:30 war der Urlaub dann leider beendet.