Mittlere Ostküste USA (07.05.2010 - 23.05.2010)

Freitag, 07.05.10 Von JFK bis Copiague Long Island 39 Meilen 2 Feuer Um 13:45 starteten wir mit Air Berlin in Düsseldorf. Wegen der isländischen Vulkanaschewolke nahm der Pilot eine nördliche Route, nördlich von Island über Grönland. Um 16:30 OZ (für uns 22:30) landeten wir am JFK-Airport in New York. Die Einreiseformalitäten gingen ziemlich flott. Auch die Koffer hatten wir schnell. Eine Stunde nach der Landung konnten wir uns den Mietwagen aussuchen (bei National). Wir entschieden uns für einen Chevrolet Malibu (Catergory Intermediate). Der hatte einen großen Kofferraum und schien auch sonst unseren Anforderungen zum Leuchtfeuern gerecht zu werden. Natürlich hatten wir wieder Stau, obwohl wir diesmal vom Flughafen in östliche Richtung nach Long Island mussten. Das Wetter war ganz gut, 16° mit Sonne und Wind. Obwohl es an Bord leckeres Essen gab, steuerten wir den ersten McDonald's an, allein schon für Kaffee. Wir schossen zwei Feuer auf Long Beach und fuhren dann zum vorgebuchten Hotel "Days Inn" in Copiague. Um 20:00 waren wir da und es war schon stockdunkel. Wir besorgten uns noch Wasser, holten Fish&Chips und aßen gemütlich auf dem Bett vorm Fernseher.

Samstag, 08.05.10 Von Islip Marina bis Shinnecock Kanal, Long Island 237 Meilen, 31 Feuer Wir hatten eine unruhige Nacht. Unsere Nachbarn machten Party mit Sex, Drugs and HipHop. Der Blick aus dem Fenster verhieß nichts Gutes! Es war diesig mit hoher Luftfeuchtigkeit bei 16°. Wir packten das Auto "leuchtfeuertechnisch" und starteten um 7:45 Richtung Fire Island. Das ist auch eine vorgelagerte lange Insel wie Long Beach. Je näher wir der Küste kamen, desto nebeliger wurde es. Wir haben weder Feuer noch sonst was gesehen, außer einigen Rehen. Weiter ging es zum Aerofeuer Bohemia, mitten auf Long Island. Im Landesinneren war die Fernsicht gut. Danach ging es in die Hamptons. Auf dem vorgelagerten schmalen Küstenstrich stand eine Villa neben der anderen. Man hatte die Häuser auf Stelzen gebaut, damit man über die Dünen gucken konnte. Jedes Haus hatte einen eigenen Steg über die Düne zum Strand. Da der Nebel immer noch da war hatten wir eine schlechte Feuerausbeute. Wir fuhren über die 27 weiter Richtung Osten. Um 12:00 waren wir in Brigdehampton. Hier kam Wind auf und der Nebel verzog sich. Um 13:00 hatten wir das Ende von Long Island erreicht. Am Leuchtturm Montauk wollten die 8 $ Parkgebühr haben! Wir haben lieber illegal gehalten und unser Foto geschossen. Nun ging es wieder westwärts, über Montauk Harbor nach East Hamptons. Die Sonne kam raus und es waren über 20°. Auf dem Weg nach Sag Harbor liegt nördlich der Naturpark Cedar Point. Anfang Mai braucht man noch keine Parkgebühren zahlen und kann dort schön spazieren gehen oder die Feuer auf der Sanddüne knipsen. Sag Harbor ist ein nettes Städtchen. Hier fanden wir auch endlich einen Kaffee. Alex parkte mich in einer kleinen Seitenstraße und lief zum Feuer. Ich hörte ein Geräusch über mir. Oben im Baum saß ein Waschbär und meckerte mich an. Alex hat tolle Fotos von ihm geschossen. Wir feuerten die Nordseite der Peconic Bay. Long Island teilt sich ja im Osten. Das Gewässer dazwischen ist die Peconic Bay. Hier wechseln sich Marschgebiete und Wald ab. Der Wind nahm zu. Alex hatte Probleme das Stativ zu halten. Die Zimmersuche gestaltete sich schwierig. Viele Motels waren noch zu oder viel zu teuer. Um 20:00, es war schon dunkel, fanden wir das Drake Motor Inn in Hampton Bays (16 Penny Lane). Es lag in der Nähe der Brücke, die nach Hampton Beach führt. Hier waren wir schon vormittags bei Nebel. Die Preise auf LI sind saftig. Das Motel kostete 135 $, aber es war sauber und ordentlich. Unterwegs hatten wir eine Sports Bar gesehen. Dort wollten wir essen. Wir waren die einzigen Gäste. Es gab 9 Fernseher mit 5 verschiedenen Programmen. Zu Hause gaben wir die Feuer in den PC ein und fielen todmüde ins Bett.

Sonntag, 09.05.10 Von Peconic River bis Huntington, Long Island 218 Meilen, 32 Feuer Morgens merkten wir erst, was für einen schöne Aussicht über die Shinnecock Bay und Hampton Beach wir hatten. Es war sonnig und kalt bei 7°. Um 7:30 starteten wir in Hampton Beach und machten die Feuer, die gestern dem Nebel zum Opfer gefallen waren. Danach ging es zum Peconic River, der zur Peconic Bay wird. Hier hatte nachts der Sturm gewütet. Überall abgebrochene Äste auf der Straße. Wir fuhren zur nördlichen Ostspitze von Long Island nach Orient Point. An der Straße dorthin liegt ein Weinbaugebiet neben dem anderen. In East Marion bei Stirling sahen wir ein griechisches Restaurant (Hellenic Snack Bar, 5145 Main Rd). Auf dem Rückweg holten wir uns dort Suflaki Pita und aßen diese am Leuchtturm Horton Point. Dort war nämlich eine schöne Picknick Area. Bei Sturm ein siffendes Pita zu essen ist gar nicht so einfach, aber lecker! Nun ging es an der Nordseite von Long Island weiter Richtung Westen. Zwischen den Feuern waren lange Fahrtstrecken. Nur in Mount Sinai und Port Jefferson waren mal mehrere Feuer. Wetter: viel Wind, Sonne bei 15°. Bei Cold Spring Harbor starteten wir die Zimmersuche. Das Navi fand etwas in Jericho bei Hicksville. Das Hotel war uns aber zu teuer. Gegenüber war ein Motel. Es war etwas runtergekommen, aber mit 95$ sogar noch günstig. Direkt nebenan war ein McDonald's (105 Jericho Tpke). Hier hatten wir Abendessen mit Internetzugang.

Montag, 10.05.10 Von Glen Cove Long Island bis Brooklyn, NY 157 Meilen, 34 Feuer Nach einer ruhigen Nacht starten wir früh in Richtung Glen Cove. Das liegt am Long Island Sound, der in den East River übergeht. Nachdem wir einige Halbinseln am Sound abgefeuert hatten, waren wir um 10:30 in Queens, NY. Hier war das Feuern und Auto fahren eigentlich noch sehr entspannt. Einige Helikopter kreisten über Queens. Von den Vibrationen gingen etliche Auto-Alarmanlagen an. Ganz schönes Geheule! Danach ging es rüber in die Bronx. Ich bewunderte Alex, dass er sich in dem Highway-Gewusel zu Recht fand. Ich hätte das nicht geschafft. Von Randell's Island aus (liegt zwischen Manhattan, Queens und Bronx) bekamen wir viele Feuer. Über Long Island City ging es nach Brooklyn, immer an der Skyline von Manhattan entlang. Wetter: Sonne, 17°, Wind. Nachdem Brooklyn fertig war ging es weiter nach Coney Island. Da hatte ich mir mehr von versprochen. Viele Hochhäuser, schlampige Umgebung, eher die Bronx am Meer. Das Gebiet um den Leuchtturm war wieder "Reiche-Leute-Gegend". Deswegen kamen wir da auch nicht hin. Straßensperre mit Security. Rockaway, die nächste vorgelagerte Insel ist dagegen viel schöner. Hier hatten wir Feuer an der Jamaica Bay, an der auch der Airport JFK liegt. Über die Cross-Bay-Bridge ging es zurück durch die Jamaica Bay Richtung Queens und Brooklyn. In Howard Beach, direkt hinter der Brücke fanden wir das Motel "Surfside". Es wurde schon dunkel, also schlugen wir zu (92$). Man konnte das Zimmer aber auch für 5 Stunden für 68$ haben! Zuerst dachten wir an ein Stundenhotel, aber es war für Flugreisende, die nachts abfliegen und keine ganze Nacht bleiben. In der Pizzeria gegenüber (164-02 Cross Bay Blvd) feierten wir unser erfolgreiches New York-Feuern mit Wein (Tina) und Pizza mit 50 cm Durchmesser (Alex). Danach waren wir total platt.

Dienstag, 11.05.10 Von South-Bronx, NY bis Houseatonic, CT 179 Meilen und 44 Feuer Die Sonne weckte uns um 6:00. Um 8:00 waren wir wieder auf der Piste. Zuerst versuchten wir noch zwei Feuer an der Jamaica Bay zu bekommen. Danach ging es einmal quer durch Queens um an die Ostseite der Bronx zu kommen. Das Ganze natürlich mit wahnsinnigem Berufsverkehr. Zum Glück fanden wir unterwegs einen Dunkin' Donuts. Mit Kaffee geht alles besser! Wetter: sonnig bei 10°, gefühlt 15° mit wenig Wind. Um nach 9:00 waren wir endlich an der südöstlichen Seite der Bronx. Hier war es richtig schön. Es sah alles amerikanisch-ländlich aus. Keine brennenden Mülltonnen, so wie man sich die Bronx immer vorstellt. Wir feuerten die Ostseite hoch Richtung New Rochelle. Sonst sind wir es ja gewöhnt, militärische Feuer nicht zu bekommen. Hier war es anderes. Die Feuer auf den College-Geländen waren das Problem. Zu viel Security. Wir näherten uns Connecticut. Hier war alles wieder beschaulich. Keine Spur von Großstadt. Um 13:00 hatten wir Stamford erreicht. Weiter ging es nach Noroton. Der Himmel zog sich etwas zu. Um 18:00 hatten wir den Housatonic River fertig. Nun kam die Überfahrt zum Hudson. Dort hatten wir im letzten Jahr aufgehört. Um 19:30 hatten wir im 2. Anlauf ein Zimmer in Greenburg am Hudson gefunden. Das "La Quinta" ist ein typisches Business-Hotel mit toller Ausstattung, Kaffeemaschine, TV, Internet und 3(!) Kissen pro Bett. Zum Essen fuhren wir in eine "Schnell-Pizzeria". Hier gab es die größte Pizza, die ich je gesehen habe.

Mittwoch, 12.05.10 Von Ossing, Hudson, NY bis Staten Island, NY 126 Meilen, 28 Feuer Wir schliefen so gut, dass wir erst um 7:40 aufwachten. Das ist für uns ja schon verpennen! Das Wetter war nicht so toll. Nieselregen mit Nebel bei 7°. Genau das falsche Wetter für einen breiten Fluss. Bei Haverstraw sahen wir einige große Geier. Wir fuhren durch Wald, Wald und nochmals Wald. In einem Nationalpark parkte mich Alex und war 1 ½ Stunden mit dem Rad weg. Durchnässt kam er wieder. Ich vergnügte mich derweil mit Rehen und Truthähnen. Das letzte idyllische Flussfeuer war bei Nyack. Danach kam die 40 km lange Überfahrt ohne Feuer nach New Jersey. Das nächste Feuer war an der George Washington-Brücke, die von New Jersey nach Manhattan führt. Weiter ging es gegenüber von Manhattan am Hudson runter Richtung Staten Island. Die Halbinsel, auf der Jersey City liegt, hat eine schöne Ostseite. Im Westen ist nur Industrie. Am Fluss Hackensack (kein Scherz) wurden wir in einer Betonfabrik eingesperrt. Ich möchte mich nicht mehr an Details erinnern. Wir sind ja raus gekommen! Die Industrie-Feuer waren besser zu kriegen als erwartet. Allerdings wurde das Licht schon gegen 17:30 schlecht. Dass die Zimmersuche auf Staten Island schwierig werden würde, hatten wir schon vorab recherchiert. Wir stellten uns auf einen McDonalds' Parkplatz und befragten das Internet, ob vielleicht doch noch ein Hotel plötzlich aus dem Boden gestampft wurde. Aber war nicht. Also entschieden wir uns für das B&B Harbor House. Das Zimmer war winzig, lag in der 3. Etage, kostete 150$, hatte aber eine sensationelle Aussicht. Zur Linken sahen wir die Südspitze von Manhattan, zur Rechten die Verrazano-Brücke. Auf dem Hudson lagen große, beleuchtete Schiffe auf Reede.

Donnerstag, 13.05.10 Staten Island, NY bis Elisabeth, NY 78 Meilen, 41 Feuer Die Sonne weckte uns. Nach einem leichten Frühstück (für 150$ hatte ich doch mehr als Toast mit Marmelade erwartet) fuhren wir um 8:30 los. Das erste Feuer war an der Coastguard Station in der Nähe der Verrazano-Brücke. Da wir im letzten Jahr beim Fotografieren einer Coastguard Station beinahe verhaftet worden wären, hatte ich mal wieder Schiss! Alex kam aber ohne Polizei im Schlepptau zurück. Nun an die Nordseite von Staten Island. Hier gehen die Fähren nach Manhattan ab. Die Fähre ist kostenlos, aber der Parkplatz kostet 7$ pro Tag (St. George Ballpark, 75 Richmond terr.). Von der Fähre aus schossen wir 13 Feuer und die Freiheitsstatue. Und dann waren wir in Manhattan! Alex war ja 1998 schon mal hier. Für mich war das alles Neuland. Wir bummelten am Hudson entlang um in einem Jachthafen auf Höhe von Ground Zero zwei Feuer zu knipsen. Von der Wasserseite aus fand ich die Hochhäuser gar nicht so bedrohlich. Auf dem Rückweg gingen wir an Ground Zero vorbei und über den Broadway zurück zur Fähre. So direkt zwischen den Hochhäusern war mir dann doch mulmig. Um 12:30 waren wir wieder in Staten Island und setzten die Umrundung der Insel fort. Wetter: Sonne, 19°. Wir bummelten mehr als das wir feuerten. Wir kauften Lebensmittel, füllten uns mit Kaffee ab und kauften Wein im Liquor Shop (Supreme Liquors, 298 Naughton Ave). Statt der braunen Papiertüte gab's hier eine schicke schwarze Plastiktüte. Dann kauften wir noch Baseball-Schuhe (bei Modell's, Hylan Plaza, 2600 Hylan Blvd.) und schossen so nebenbei noch 41 Feuer. Um 19:15 starteten wir die Zimmersuche. Wir fuhren rüber nach Elisabeth/Newark, weil auf Staten Island ja so gut wie keine Hotels waren. Direkt hinter der Brücke kam ein Motel nach dem anderen. Wir entschieden uns für das Oak Grand Hotel in Elisabeth. Es lag zwar an der Straße, aber die Zimmer lagen weiter hinten. Es kostete nur 58$. Tja, wir waren in New Jersey und nicht in New York. Das Zimmer war groß und sauber. Das Schild an der Tür mit den Preisen für 5 oder 3 Stunden machte uns erst nicht stutzig. Schließlich waren wir auch hier in der Nähe des Flughafens wie schon im Surfside Motel. Aber als wir dann feststellten dass es kostenlos "Erwachsenen-TV" gab, wussten wir: Das ist doch ein Stundenhotel! Egal, Hauptsache sauber! Wir fuhren nach Elisabeth rein um bei einem spanischen Chinesen zu essen. Die Gegend war nicht so toll. Ich hatte Angst um unser geparktes Auto. Außerdem gab's einen Family Liquor Shop. Schnaps für die ganze Familie!

Freitag, 14.05.10 Elisabeth, NJ bis Thorofare, NJ 231 Meilen, 35 Feuer Um 8:15 waren wir wieder unterwegs. Zuerst machten wir die Feuer von Elisabeth, dann weiter den Arthur Kill südlich runter. Hier bekamen wir alle Feuer, die wir von der anderen Seite gestern nicht kriegten. Danach kam der Raritan River dran. Wir bekamen schon mal einen Vorgeschmack auf die noch kommenden Flüsse. Schilf, Schilf, Schilf und keine Straße bis ans Wasser. Wetter: Sonne, 20° und schwül. Vor der 40 km langen Fahrtstrecke nach Avon by the sea zogen wir uns luftigere Klamotten an, denn die Temperatur stieg über 30°. Die Strecke über den Garden State Parkway führte nur durch Wald. Dann waren wir endlich wieder am Meer. Kein Gegenüber. Wir feuerten die Küste entlang Richtung Manasquan. Hier waren wieder die schicken Häuser direkt an der Waterfront. Man konnte kaum Strand sehen. Erfreut stellten wir fest, dass der Sprit in NJ billiger ist als in NY. Über den Parkway fuhren wir zurück ins Landesinnere um dann auf Höhe von Long Beach wieder ans Meer zu kommen. Auch hier stand am Strand eine Villa neben der anderen. Nach den Feuern in Barnegat fuhren wir zu unserem vorgebuchten Hotel nach Thorofare, gegenüber von Philadelphia. Die Halbinsel Cape May machen wir später. Morgen haben wir eine Bootstour auf dem Delaware River. Die Strecke ging über die Bundesstraße 70 zur 72. 50 km nur durch Wald. Der hieß Wharton State Forrest. Uns begleitete eine Gewitterfront mit 1000 Blitzen. Um 20:00 waren wir im Best Western angekommen. Zum Essen gingen wir in die Sportsbar Hollywood (RI 45 & Elm Ave). Ein riesiger Laden mit gutem Essen. Alex flirtete mit der Kellnerin und bekam 2 Cola umsonst.

Samstag, 15.05.10 Von Trenton, NJ bis Delaware City, DE 91 Meilen, 121 Feuer Die Nacht war kurz. Um 5:20 standen wir auf um um 6:00 nach Delaware City zu fahren. Um 7:00 trafen wir uns dort mit den Bootsführern für die Bootsfahrt auf dem Delaware River (Pat's Boat Rentals). Wir stiegen in deren Pick up um (sehr eng) und fuhren mit dem Boot auf dem Hänger nach Trenton. Unser Auto blieb in Delaware City zurück. Nach 1 ½ Stunden waren wir da und ließen das Boot zu Wasser. Das Wetter war gut, sonnig und warm aber windig. Bis wir los kamen war es 9:30. Nun lagen 124 Feuer, meist Ober- und Unterfeuer, vor uns. Da das Ufer des Delaware River sehr bewaldet war, brauchte man immer den richtigen Winkel um die Leuchtfeuer zu sehen. Zwischen den Feuern gab Bootsführer Pat immer anständig Gas, inklusive Dusche beim Abbremsen. Dann ging der Motor aus und ließ sich kaum noch starten. Wir fuhren in die Marina nach Burlington. Pat prüfte, ob es am Sprit lag, aber dem war nicht so. Dafür gab's in der Marina eine Pinkelpause. Weiter ging die Fahrt Richtung Philadelphia. Schon von Weitem konnte man die Skyline sehen. Im Jachthafen von Phili wurde getankt und wieder einen Pinkelpause eingeschoben. Die Feuer in den Industriegebieten unterhalb von Philadelphia hätten wir mit dem Auto nie bekommen. Um 17:00 waren wir wieder in Delaware City. Das ist übrigens ein ganz kleines Kaff. Pat fuhr mit dem Boot zurück und wir gingen zu unserem Auto. Zuerst war Umziehen angesagt. Wir hatten nämlich nasse Hintern. Die Sitzbank im Boot hatte Risse und gab kontinuierlich Wasser ab. Um 18:00 waren wir zurück im Best Western Hotel. Nun mussten die 121 Feuer bearbeitet werden. Fürs Essen ging's wieder in die Sportsbar Hollywood (Tel: 856-251-0011).

Sonntag, 16.05.10 Von Cape May NJ bis Fort Mott, NJ 259 Meilen, 38 Feuer Wir hatten jetzt schon 400 Feuer von den angestrebten 500 zusammen. Deshalb ließen wir es ruhig angehen. Um 10:00 starteten wir Richtung Cape May, die süd-östlichste Ecke der Delaware Bay. Um 11:30 waren wir endlich am ersten Feuer in der Einfahrt von Cape May. Wetter: 18°, Sonne und wenig Wind. Hier in Cape May ist alles Marschland mit viel Schilf. Wir arbeiteten schön langsam, so als wenn wir Urlaub hätten ;-)) Wir feuerten die Ostseite der Delaware Bay in nördlicher Richtung. Die Bucht ist hier wieder so breit, dass man das gegenüberliegende Ufer kaum sehen kann. Je nördlicher wir kamen, desto mehr Marschland säumte den Fluss. Es gab keine Straße direkt am Ufer entlang. Wir mussten immer weit ins Landesinnere zur Durchgangstraße fahren. Hier gab es viele Felder, Baumschulen und Wiesen, gemischt mit Waldflächen. Alles schön ländlich - Brigdgeton ist die einzige Stadt hier. Zum Glück gab es ein Dunkin' Donuts. Weiter nach Hope Creek. Hier ist ein Atomkraftwerk am Kap. Das Feuer haben wir aber bekommen. Weiter durch die grüne Marschlandschaft nach Salem. Hier ist die Einfahrt des Salem River befeuert. Fünf Stück hat Alex von einem Garten aus bekommen. Die Besitzerin war sehr nett und auch interessiert. Die letzte Station für heute war Fort Mott. Der Park des Forts war zwar schon geschlossen, aber wir kletterten übers Tor und bekamen alle Feuer. Über die Delaware Memorial Bridge fuhren wir zurück in den Staat Delaware um in Wilmington ein Zimmer zu suchen. Wir hatten die Auswahl zwischen Rodeway Inn, Superlodge und Super 6. Wir entschieden uns für das Superlodge. Das Zimmer war groß, mit 2 Betten, Mikrowelle, Kühlschrank Kaffeemaschine und TV. Das Ganze für 58 $. Den Nachteil bemerkten wir erst später. Es war nämlich wieder ein Sozialhilfe-Motel. Wir holten uns eine Pizza und aßen im Zimmer. Zu lange wollten wir Kamera und Laptop nicht unbeaufsichtigt lassen. Um 22:30war draußen Lärm. Die State-Police kam mit drei Autos und machte Kontrolle bei den Sozialen. In der Nacht bin ich bei jedem Geräusch wach geworden und zum Fenster gerannt. Wir waren ja gebrannte Kinder (uns war im Vorjahr auf einem Motel-Parkplatz eine Junkie in unseren Mietwagen gefahren).

Montag, 17.05.10 Delaware, DE bis Rehoboth, DE 182 Meilen, 44 Feuer Morgens war der Himmel bewölkt. Es sah nach Regen aus bei 17°. Wir starteten um 9:00 und feuerten an der westlichen Seite die Delaware Bay runter. Es waren immer große Fahrstrecken zwischen den Leuchtfeuern. Man fuhr durchs "Nichts". Die Landschaft ähnelt Schleswig Holstein oder Dänemark. Alles flach, viele Felder und an der Bay wie immer Marsch. In der Nähe von Port Mahon haben wir Horseshoe-Crabs gesehen. Zuerst habe ich gedacht das sind große runde Kieselsteine, dann krabbelten die Steine davon. Das war ein tolles Erlebnis so viele Krabben in der Bucht zu sehen. Weiter Richtung Süden. Wir kehrten in den "Großstädten" Dover und Milford zum Essen und Kaffee trinken ein. Das Wetter war uns nicht so holt. Es gab hier und da Regenschauer. Um 16:00 hatten wir Lewes erreicht. Hier geht die breite Delaware Bay ins Meer über. Da der Regen zunahm wollten wir in Rehoboth ein Zimmer suchen. Doch stattdessen fanden wir eine Mall mit dem Laden "Christmas Tree Hill". Hier kauften wir maritimen Christbaumschmuck. Um 18:10 schossen wir das letzte Feuer des Tages an der Rehoboth Bay. Wir nahmen ein Zimmer im Rodeway Inn. Gute Wahl! Zwei Betten, Bad, Küchenutensilien, Terrasse ohne Sozialhilfeempfänger für 53$. Alex fand im Telefonbuch ein griechisches Lokal (Zorbas, 19287 Miller Rd). Im Buch waren auch 20%-Gutscheine zum Ausschneiden. Nach dem Essen machten wir noch einen Bummel durch einen Pet Shop. Die Amis sind noch bekloppter mit ihren Tieren als wir Deutsche.

Dienstag, 18.05.10 Indian River, DE bis Sinepuxent Bay, MD 110 Meilen. 20 Feuer Es goss in Strömen. Mal gut, dass wir schon so viele Feuer hatten. Wir starteten erst um 10:45. Wir fuhren den schmalen, vorgelagerten Landstrich entlang. Den Atlantik zur Linken, die Rehoboth Bay zur Rechten. Regen und Wind ließen nach, aber Nebel kam auf. Das ist für uns ja noch schlimmer. Am Indian River, das ist der Übergang zwischen Bay und Atlantik, ging es noch, aber in Fenwick war dann nicht mehr viel zu sehen. Nun kamen die Feuer in der Isle of Wight Bay. Die stehen alle draußen in der Bay. Zum Glück hatte sich der Nebel verzogen bis wir da waren. Aber es waren nur 15°. Nachdem wir die Bay umrundet hatten, fuhren wir nach Ocean City. Hier ist die totale Urlaubsregion mit Amusement Parks, Fresstempeln und einem Motel neben dem anderen. Hier möchte ich nicht im Hochsommer sein. Wir verließen die Fenwick Island und fuhren über die 611 auf dem Festland südlicher. Zwischen der vorgelagerten Assateaque Insel und dem Festland ist die befeuerte Sinepuxent Bay. Der Himmel war wieder klar und mit der guten Fernsicht bekamen wir alle Feuer. Auf dem Weg zum nächsten Leuchtfeuer kamen wir durch Berlin. Hier wollten wir uns eigentlich ein Zimmer suchen, aber es gab keine Motels. Berlin ist halt ein Dorf. Also fuhren wir zurück Richtung Ocean City. In West Ocean City fanden wir das Motel Long Acres (Rt.50 at Jct.707). Das Zimmer war soweit okay, aber ein bisschen muffig vom ungeheizten Winter. Schräg gegenüber vom Motel war J&J Pizza (12445 Ocean Gateway). Kann man wirklich empfehlen. Ausgesprochen lecker.

Mittwoch, 19.05.10 Chincoteaque Bay, MD bis Kings Creek/Cape Charles, VA 218 Meilen, 38 Feuer Ich wachte frierend auf und freute mich auf mein Zuhause mit deutschen Federbetten. Um 9:00 ging's los zur Chincoteaque Bay. Alle Feuer standen weit in der Bay und am Ufer war überall Marsch und Schilf. Man kam nur an wenigen Punkten direkt ans Wasser. Bevor uns die Zivilisation verlies, kauften wir noch Kaffee und Bagels und fuhren ins Nichts! Nach Bay und Ackerland erreichten wir um 11:30 Virginia. Die Sonne versuchte zu scheinen bei 18°. Wir fuhren rüber zur vorgelagerten Insel Chincoteaque. Hier war wieder Urlaubsregion und Naturschutzgebiet. Bei McDonald's hockten nur Rentner rum. Statt Kinder-Spielecke gab es Rollstuhlauffahrt und Behindertenklos. Und sehr gläubig ist man hier in Virginia. Überall stehen Kirchen oder Hinweisschilder zu Messen und Kirchen. Und es gibt billige Zigaretten, dafür gibt es ebenso viele Werbeschilder! Um 14:30 hatten wir die Insel fertig. Eigentlich sollte nun die Bootsfahrt auf dem nächsten Hinterwasser namens Virginia Inside kommen, aber der Trip war erst für Freitag gebucht. Die Bootstour deckt aber nur den östlichen Teil der Halbinsel Eastern Shore ab. Also fuhren wir über die 13 runter nach Cape Charles um die westliche Seite in Angriff zu nehmen. Die Strecke über die 13 zog sich ganz schön hin. Teilweise verlief die Straße kilometerweit schnurgerade. Wir legten einen Zwischenstopp in Wachapreague ein. Wir hatten wir für die Nacht auf Freitag ein Hotel vorgebucht und wollten schon mal die Lage peilen. Es gab viele Feuer um Cape Charles. Es war windstill und sonnig, da macht das Feuern Spaß. Cape Charles ist für amerikanische Verhältnisse alt. Es gibt schöne historische Häuser. Wir hatten auf dem Hinweg ein Motel an der 13 gesehen (Rittenhouse Motor Lodge). Dort fuhren wir um 18:45 hin. Es lag etwas versteckt in einem kleinen Wald. Das Zimmer war groß, mit großen Fenstern und Ausblick in den Wald. Außerdem gab es Internet (75$). Gegessen haben wir bei einem chinesischen Schnellimbiss auf der nächsten Mall. Ein herrlich unorganisierter Laden, aber so lernt man beim Warten halb Cape Charles kennen.

Donnerstag, 20.05.10 Chesapeake Bay, VA bis Wachapreague, VA 174 Meilen, 21 Feuer Wir starteten wieder erst um 10:00 bei 20° und Sonne. Bei McDonald's deckten wir uns mit Kaffee und Burgern ein, denn die Westseite des Eastern Shore war nicht sehr bewohnt. Das Gewässer heißt Chesapeake Bay und die Bundesstraße 13 war unser ständiger Begleiter. Es ging immer ein Stück nach Norden, dann westlich durch Farmland ans Wasser und wieder zurück auf die 13. Die Feuer bezeichneten die Einfahrten der Buchten Mattawoman Creek, Nasawaddox Creek, Rappahannok und Occohannok Creek. Am Guildford Creek war ein langer schmaler Strand. Hier machten wir 30 Minuten Urlaub und sonnten uns. Dann traten wir die 40 km lange Reise nach Wachapreague an. Das einzige Motel am Ort (1 Main Street) war auf Angler ausgerichtet (Wachapreague Inn). Es gab im Zimmer einen großen Kühlschrank, Mikrowelle und einen stinkenden Teppich. Das Fenster ließ sich nicht öffnen, aber es war bullewarm und windstill. Wir nahmen einen selbstgebrauten Kaffee und spazierten an der Marina entlang. Viel gab es hier nicht zu sehen. Alles war auf Angelausflüge eingerichtet. Es gab nur ein Motel und ein Restaurant (Island House, 17 Atlantic Ave). Hier aßen wir zu Abend.

Freitag, 21.05.10 Kiptopeke, VA bis Wachapreague, VA 18 Meilen, 67 Feuer Unser Kapitän Bill holte uns morgens am Hotel ab. Er und seine Frau trailerten uns nach Kiptopeke, ein Ort in der Nähe von Cape Charles. Nachdem das Boot zu Wasser gelassen war, fuhr seine Frau den Trailer wieder zurück und wir feuerten das Gewässer östlich des Eastern Shore. Die Seekarten waren ungenau. Das Wasser war flacher als angegeben. Wir steckten einige Male fest und kamen anfangs nur langsam voran. Aber die Natur war fantastisch. Fliegende Fische sprangen aus dem Wasser. Die wussten wohl dass wir keine Angeln bei hatten. Auf den Leuchtfeuern hatten Seeadler Nester gebaut. Pelikane waren zu bewundern und auch Reiher und andere Seevögel. In Oyster machten wir eine kurze Pause an Land. Dann ging es weiter durch die Virginia Inside Passage. Um 15:30 stieg ich in Wachapreague aus und Alex und Bill fuhren noch die letzten Feuer nördlich an. Um 17:30 hatte auch Alex Feierabend. Nach einem Einkaufsbummel und Pizza essen (Starlite Pizzeria) fielen wir tot ins Bett.

Samstag, 22.05.10 Pokomoke, VA bis Mine Creek, MD 228 Meilen, 26 Feuer Um 5:00 war ich wach weil eine Lerche ihr ganzes Leben erzählte. Um 9:00 fuhren wir nach McDonald's, doch der Bestell-PC kannte keine Latte. An der nächsten Tankstelle gab's dann endlich Kaffee. Wir fotografierten die letzten Feuer am Eastern Shore in Virginia. In Virginia gibt es übrigens billige Zigaretten und Feuerwerkskörper. Aber Maryland war uns lieber, dort gab es endlich wieder Dunkin' Donuts. Das Wetter war toll. Sonne und 25°. Die nächste größere Stadt am Weg war Crisfield. Hier gibt es viele Krabbenzuchten. Teilweise stinken die zum Himmel. Da vergeht einem der Appetit. Wir nahmen uns ein Zimmer im Relax Inn in Dover. Das war das sauberste Motel auf unserer Reise. Außerdem gab es viel Platz für unsere große Packerei. Wir aßen im Hollywood Diner (123 N Dupont Hwy), aber das war ein Reinfall.

Sonntag, 23.05.10 Abreisetag 180 Meilen, 1 Feuer Nach unserer großen Packorgie starteten wir den Rückweg zum Flughafen JFK. Der Weg über die Highways ist zwar schnell, kostet aber auch Toll. Wir starteten mit ½-stündiger Verspätung, aber dank Rückwind waren wir pünktlich in Düsseldorf. Der Service der Air Berlin ließ allerdings zu wünschen übrig. Außerdem war der Boden im Flugzeug an mehreren Stellen pitschenass.